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Nachruf auf den Ranger Ronald Demuth

spezielle Hinweise vom

Ronald Demuth führte Schulklassen und vermittelte mit großer Begeisterung seine Fachkenntnisse. Foto: Rüdiger Biehl

Ronald Demuth war viele Jahre als Waldarbeiter im Holzeinschlag tätig. 2008 wechselte er in den Nationalpark und trat seinen Dienst als Ranger an. Er gehörte zunächst eher zu den schweigsameren Mitarbeitern. Er war lieber in der Natur unterwegs als bei Beratungen. Sein großes Interesse dort galt den Schmetterlingen und anderen Insektengruppen. Nicht nur bei der Erfassung bewies er große Ausdauer, sondern auch bei Fotoaufnahmen, wenn es zum Beispiel galt, eine seltene Libelle im Nationalpark mit einem Foto zu dokumentieren. Von seinen Erfassungen und Fotos erzählte er gerne und öffnete sich so im Laufe der Jahre immer mehr. Sein bei der Arbeit erworbenes Fachwissen wurde größer und größer. Was anfangs kaum für möglich gehalten wurde, trat dann ein: Ronald Demuth konnte Schulklassen führen und mit großer Begeisterung seine Fachkenntnisse vermitteln. Es war zu spüren, dass er hier in seiner Arbeit voll und ganz aufgegangen war. Er hatte hier im Nationalpark ein Betätigungsfeld gefunden, wo ihm die Mitarbeit bei Forschung und Monitoring, beim Schutz der Vielfalt im Hainich, große Freude bereitete. Sein Tod, weniger Wochen vor seinem Ruhestand, hat dieser Arbeit ein jähes Ende bereitet.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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