Nationalpark Hainich - Rss Feed https://www.nationalpark-hainich.de/ de Nationalpark Hainich Tue, 22 Jun 2021 05:37:17 +0000 Tue, 22 Jun 2021 05:37:17 +0000 Nationalpark Hainich news-581 Tue, 15 Jun 2021 12:59:35 +0000 Veranstaltung „19. Mittsommernacht“ fällt coronabedingt aus https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/veranstaltung-19-mittsommernacht-faellt-coronabedingt-aus.html Einhaltung von Mindestabständen nicht möglich

Die beliebte Wanderung zur Mittsommernacht mit Nationalparkführerin und Kräuterfee Susanne Merten entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum wahren Besuchermagnet. Regelmäßig kamen weit über 100 Besucherinnen und Besucher, um den Hainich in der kürzesten Nacht des Jahres zu erleben und viel Wissenswertem von Susanne Merten zu lauschen. Allerdings ist es bei einem derart hohen Besucheraufkommen praktisch möglich, Mindestabstände einzuhalten bzw. das Einhalten von Hygieneregeln zu gewährleisten. Daher muss diese Veranstaltung auch in diesem Jahr ausfallen.

"Leider müssen wir die beliebte Führung zur Mittsommernacht absagen. Aus unserer Sicht wäre es nach wie vor unverantwortlich, bewusst eine große Anzahl von Menschen an einem Ort zu versammeln. Daher rechnen wir mit dem Verständnis unserer Besucherinnen und Besucher", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann. "Grundsätzlich finden die Veranstaltungen aus dem MITMACHEN-Programm aber seit dem 9. Juni wieder statt. Derzeit können sich allerdings noch kleine Änderungen ergeben. Informieren Sie sich bitte auf der website des Nationalparks", so Manfred Großmann weiter.

Weitere Informationen zu Wanderwegen und Veranstaltungen im MITMACHEN-Programm unter www.nationalpark-hainich.de.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-580 Wed, 09 Jun 2021 07:56:16 +0000 Mit dem “Urwaldmobil” präsentiert sich der Nationalpark Hainich auf der BUGA https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/mit-dem-urwaldmobil-praesentiert-sich-der-nationalpark-hainich-auf-der-buga.html Jetzt ist das Urwaldmobil täglich betreut

Hier kommt der Urwald! Das Urwaldmobil ist der Informationsstand des Nationalparks Hainich auf der Bundesgartenschau in Erfurt. Es birgt außen und innendrin viele Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten rund um den urigen, wilden Wald. Mit seiner sehr ansprechenden Gestaltung gibt es einen ersten Überblick und einen intensiven Einblick in die geheimnisvolle Welt des Nationalparks Hainich. Tierpräparate, tolle Zeichnungen und Grafiken erklären die Artenvielfalt des "Urwaldes von morgen" und die Prozesse, welche in einem Buchenwald ablaufen. Jetzt wird es täglich von Rangern des Nationalparks Hainich betreut, die alle Fragen rund um die Natur im Hainich beantworten können.

"Seit Ende April steht unser Urwaldmobil auf der BUGA zwischen Wissenswald und Urwaldhaus Danakil. Bisher ließ die Corona-Situation keine Beratung vor Ort zu. Wir freuen uns daher umso mehr, dass wir nun die Gäste der BUGA über unser UNESCO-Weltnaturerbe Hainich informieren dürfen", sagt der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl.

Das Urwaldmobil ist ein mobiler Ort für Urwalderfahrungen, voller Informationen für Groß und Klein rund um die Waldwildnis des Weltnaturerbes Nationalpark Hainich. Und natürlich soll es am Ende Lust machen auf einen echten Besuch im "Urwald mitten in Deutschland". Nach seinem Auftritt bei der BUGA wird das Urwaldmobil für die Umweltbildung des Nationalparks Hainich an Thüringer Schulen weiter unterwegs sein.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-579 Mon, 07 Jun 2021 14:26:45 +0000 Ab 9. Juni wieder Führungen im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/ab-9-juni-wieder-fuehrungen-im-nationalpark-hainich.html Veranstaltungen aus dem MITMACHEN-Programm und Rangerwanderungen finden statt

Nach monatelanger Corona-Pause werden ab 9. Juni 2021 die Veranstaltungen aus dem MITMACHEN-Programm und die beliebten Rangerwanderungen im Nationalpark Hainich wieder angeboten. Die Wanderungen mit dem Ranger finden immer mittwochs und samstags statt. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr am Nationalparkzentrum Thiemsburg. Nähere Informationen zum MITMACHEN-Programm gibt es unter Aktuelles auf www.nationalpark-hainich.de.

"Ich freue mich sehr, dass wir schrittweise und verantwortungsbewusst wieder zur Normalität zurückfinden. Bereits dieses Wochenende startet vielseitig mit Übungen zur Achtsamkeit und Entspannung mit Nationalparkführerin Juliane Gerhardt, einer Führung mit dem Wildkatzenforscher sowie einem Forschertag am Hünenteich. Ich bitte zu beachten, dass sich derzeit noch Änderungen zu den im Faltblatt abgedruckten Veranstaltungsterminen ergeben können. Um Enttäuschung zu vermeiden, empfehle ich einen Blick auf unsere website. Hier finden sich alle aktuellen Informationen", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Natürlich sollen auch weiterhin Abstände gewahrt und die allgemeinen Hygieneregeln beachtet werden.

Ebenso wieder geöffnet sind der Baumkronenpfad mit der Abenteuerwildnis "Im Reich des Fagati" und das Wildkatzendorf Hütscheroda mit Wildkatzenlichtung und Wildkatzenscheune. Die Nationalparkinformationen in Kammerforst und am Harsberg wie auch die Infostelle und die Ausstellungen im Nationalparkzentrum bleiben dagegen weiterhin geschlossen.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-578 Thu, 27 May 2021 13:19:49 +0000 Der Bärlauch blüht im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/der-baerlauch-blueht-im-nationalpark-hainich.html Sehr spät und etwas weniger üppig

Feiner Knoblauchduft macht sich auch im Mai dieses Jahres im Hainich breit und Kenner wissen sofort: Die Bärlauchblüte hat begonnen. Auf dieses Schauspiel der Natur warten jedes Jahr zahlreiche Hainich-Fans in nah und fern. Verständlich, denn auf den Muschelkalkböden des Hainich gedeiht dieses einheimische Lauchgewächs prächtig und zaubert einen weißbedeckten Boden in den nun leuchtend grünen Wald.

"In diesem Jahr startet die Bärlauchblüte witterungsbedingt zwei bis drei Wochen später als im Durchschnitt. Auch fällt sie nicht ganz so üppig aus. Aber insbesondere in den Tälern, wie beispielsweise dem Langen Tal, sind schöne Bärlauchteppiche zu bestaunen", sagt der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl.

Das Schauspiel wird noch maximal 10 Tage zu bewundern sein. Danach fallen die Blüten in sich zusammen und die grünen Blätter verfärben sich gelb. Am Waldboden wird es in den kommenden Monaten dunkler, denn das Kronendach der Buchen schließt sich. Nach dem Bärlauch ist der Auftritt der Frühblüher für dieses Jahr vorbei.

Eine Wanderung im Nationalpark lohnt sich in diesen Tagen also ganz besonders. Empfehlenswert sind die Rundwanderwege "Welterbepfad" ab Wanderparkplatz Craulaer Kreuz, "Saugrabenweg" ab Wanderparkplatz Am Zollgarten und der "Qualitätsweg Hünenteich" ab Wanderparkplatz Fuchsfarm, um die blühenden Bärlauchbestände zu sehen.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-577 Thu, 22 Apr 2021 14:31:11 +0000 “Lauschangriff” im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/lauschangriff-im-nationalpark-hainich.html Forschungsprojekt nimmt deutschlandweit Stimmen und Laute von Vögeln und Fledermäusen auf

Auf etwa 100 Versuchsflächen im Nationalpark Hainich wie auch dem angrenzenden Wald und Grünland beginnen derzeit Aufnahmen von Vogelstimmen und Fledermauslauten. Im Rahmen des Forschungsprojektes "Birds & Bats" soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit die Zusammensetzung von Vogel- und Fledermausgemeinschaften entlang eines Gradienten unterschiedlicher Landnutzungsintensität in bewirtschaftetem Grünland und Wald sowie in urbanem Raum variiert. Dafür wurden zusätzlich 36 Ortschaften in der Hainich-Dün-Region ausgewählt, deren Aufnahmen dann mit den akustischen Aufnahmen in Wald und Grünland verglichen werden können. Verantwortlich für dieses Projekt ist das deutschlandweit forschende Netzwerk Biodiversitäts-Exploratorien.

Die Aufnahmen der Vögel und Fledermäuse erfolgen mit passiv und autonom arbeitenden akustischen Aufnahmegeräten. Der Gesang der Vögel wird an einem Standort über mehrere Stunden dokumentiert. Sowohl der Morgen- und der Abendchor der Vögel als auch Rufe nachaktiver Vögel können so aufgezeichnet werden. Jede der 100 Fläche soll zwischen Anfang März bis Ende Mai mehrfach besucht werden, da im Zeitraum der Brut die Gesangsaktivität der Vögel besonders hoch ist. Zusätzlich werden an allen Standorten zwischen Juni und September die Echoortungsrufe vorbeifliegender Fledermäuse erfasst. Dies geschieht mittels sogenannter Batcorder und dient der Erfassung der Habitatnutzung und der Jagdaktivität. Geplant sind drei Durchgänge - vor der Geburt der Jungtiere, während der Säugung und in der Balzzeit. Die Erfassung pro Standort läuft ca. zwölf Stunden, von einer Stunde vor Sonnenuntergang bis mindestens eine Stunde nach Sonnenaufgang an einem Standort.

"Diese akustischen Aufnahmen finden nicht nur im hiesigen Biodiversitäts-Exploratorium Hainich-Dün, sondern auch in den beiden anderen Exploratorien Schorfheide-Chorin und Schwäbische Alb statt. Somit werden die Vogel- und Fledermausgemeinschaften an etwa 500 verschiedenen Standorten erfasst. Mit der Auswertung dieser Datenmengen hoffen wir, Vorhersagen über das Vorkommen von Vögeln und Fledermäuse bei veränderten Umweltbedingungen auf lokaler und landschaftlicher Ebene zu präzisieren. Konkret für den Hainich wird es beispielweise um die Frage gehen, ob und inwiefern eine kleinräumige Störung in bewirtschafteten Wäldern die Lebensraumnutzung von Vögeln und Fledermäusen beeinflusst. Hier wird auf kleinstem Raum verglichen, inwieweit die Öffnung der Waldstruktur und die damit verbundene Veränderung mikroklimatischer Bedingungen sowie die Zunahme an Totholz, im Vergleich zu unveränderten Nachbarbeständen, die Artengemeinschaft der Vögel und Fledermäuse beeinflussen kann", so Projektverantwortliche Dr. Kirsten Reichel-Jung.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-575 Thu, 15 Apr 2021 16:20:13 +0000 TV-Tipp: "Kielings wilde Welt: Kreislauf des Lebens" am 18.04. um 19.30 Uhr im ZDF https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/tv-tipp-kielings-wilde-welt-kreislauf-des-lebens-am-1804-um-1930-uhr-im-zdf.html Der Filmemacher und Nationalpark Hainich - Botschafter Andreas Kieling war wieder an Sehnsuchtsorten unterwegs. Entstanden sind drei neue Folgen von "Kielings Wilde Welt". Die zweite wird am 18.4. in der Naturdoku-Reihe Terra X um 19.30 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Und auf diese Folge sind wir besonders stolz, denn Andreas war hierfür auch bei uns im Hainich unterwegs. Er hat sich mit unserem Wildkatzenexperten Thomas Mölich getroffen und über die Rückkehr der Wildkatzen in Deutschland und das BUND-Rettungsnetz für die Wildkatze gesprochen. Hier ein Vorgeschmack in der ZDF-Mediathek: https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/kielings-wilde-welt-kreislauf-des-lebens-100.html

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spezielle Hinweise
news-574 Thu, 15 Apr 2021 15:10:12 +0000 „Welterbe-Programm“ ab sofort kostenlos zum Download https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/welterbe-programm-ab-sofort-kostenlos-zum-download.html Gemeinsam mit unseren FÖJlerinnen mehr über den Nationalpark Hainich erfahren

Normalerweise kommt das Umweltbildungsteam des Nationalparks hochmotiviert mit dem "Welterbe-Programm" im Gepäck an die Schule: Ein Tag "Nationalpark Hainich" mit vielen Mitmach-Aktionen und Spielen steht dann auf dem Programm. In diesem Jahr ist alles anders und die Corona-Pandemie stellt auch die Umweltbildungsarbeit des Nationalparks vor besondere Herausforderungen. Außergewöhnliche Zeiten erfordern Mut zu neuen Formaten und die Bereitschaft, andere Wege zu gehen. So entwickelte das Umweltbildungsteam das alljährliche "Welterbe-Programm" in diesem Frühjahr in einer digitalen Form, u.a. als Film. Das Tolle dabei ist: Das Programm steht ab sofort als Download einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung!

Wie lässt sich der Nationalpark als Welterbe spannend vermitteln, ohne dass man die eigene Begeisterung persönlich teilen kann? Diese Frage mussten sich die FÖJlerinnen Pauline Müller und Aniela Hausdörfer zusammen mit der Commerzbank-Umweltpraktikantin Judith Schollmeyer im letzten Herbst stellen. Die Antwort: Wir machen Videos - und schon starteten die Dreharbeiten zu "Wir wollen"s wissen - mit Ani und Pauli unterwegs im Urwald". In vier liebevoll und kreativ erstellten Videos werden die Kinder mitgenommen auf eine Entdeckungsreise durch den Nationalpark. Dabei können sie u.a. beim Baummemory oder beim Tiereraten ihr eigenes Wissen testen, Ranger Marcus bei seiner Arbeit über die Schulter schauen und Rangerin Sandra bei der Kontrolle der Fotofallen begleiten.

Das Welterbe-Programm ist jeweils zugeschnitten für die 3./4. sowie 5./6. Klassenstufe. In beiden Varianten dauert es 90 Minuten, bestehend aus vier Videos, Powerpoint-Präsentationen und Arbeitsblättern. Eine einfache Anleitung führt Schritt für Schritt durch das Programm. All das steht ab sofort allen Schulen, aber auch allen anderen Interessierten unter www.nationalpark-hainich.de und dem Reiter "Lernort Urwald", "Arbeitsmaterialien zum Download", zu ebendiesem bereit.

"Wir wünschen allen beim Anschauen und Ausprobieren genauso viel Spaß wie wir bei der Entwicklung und den Dreharbeiten hatten", sagen die FÖJlerinnen Pauli und Ani abschließend.

Hintergrund
Das "Weltnaturerbe-Programm" wird von der Nationalparkverwaltung bereits das siebte Jahr in Folge angeboten. Es ergänzt die Erlebniswanderungen der Schulen draußen im Nationalpark um einen Tag im Klassenraum. In der Regel ist es den 16 Patenwald-Schulen des Nationalparks vorbehalten und wird von Nationalparkmitarbeiterinnen durchgeführt. Es wird jedes Jahr im Frühjahr neu entwickelt und beleuchtet immer wieder neue Themenbereiche rund um die Welterbestätte. Das Besondere: Die Idee und Erarbeitung obliegt ausschließlich den FÖJlern und FÖJlerinnen, die Umweltbildner des Nationalparks stehen nur unterstützend zur Seite. Das Programm erreicht jedes Jahr rund 800 Schülerinnen und Schüler.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-573 Mon, 08 Mar 2021 10:28:03 +0000 Märzenbecher stehen in voller Blüte https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/maerzenbecher-stehen-in-voller-bluete.html Reigen der Frühblüher eröffnet

"Alles freuet sich und hoffet, wenn der Frühling sich erneuert." Ganz in Sinne dieses Ausspruchs von Friedrich Schiller ist es gut vorstellbar, dass sie in diesem Jahr ganz besonders herbeigesehnt wurden: die Märzenbecher. Nicht ohne Grund werden diese eleganten Pflanzen auch Märzglöckchen genannt. Sie läuten alljährlich den Frühling ein und eröffnen damit den Reigen der Frühblüher. Im Hainch stehen sie derzeit in voller Blüte.

"Ein Ausflug in den Nationalpark ist immer wunderschön - und derzeit ganz besonders. Ein Genuss für alle Sinne ist es, wenn die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und die weißen Märzenbecher leuchten", schwärmt Nationalparkleiter Manfred Großmann und verrät gleichzeitig die besten Stellen zum Anschauen der weißen Blüten: auf dem Naturpfad Thiemsburg entlang des Steingrabens, am Gänsekropf auf dem Waagebalkenweg zwischen Weberstedt und Pfad der Begegnung und am Gänserasen im Langen Tal auf dem Wanderweg Craulaer Kreuz.

Nur wenige Wochen stehen den Frühblühern für die Entfaltung ihrer Blätter und Blüten, für die Befruchtung und Samenreife zur Verfügung. Sie nutzen die sonnenlichtreiche, laubfreie Zeit, denn ab Mai wird es wieder dunkel am Waldboden und die Buchen schließen ihr Kronendach. Dann ist der Auftritt der Frühblüher vorbei.

Die Nationalparkverwaltung bittet ausdrücklich, die Märzenbecher vom Wanderweg aus anzuschauen, zum einen, um die Pflanzen nicht zu beschädigen und zum anderen, da unter dem Laub bereits der Bärlauch wächst.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-572 Thu, 04 Mar 2021 11:07:27 +0000 Mehr Rücksichtnahme auf Mensch und Natur https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/mehr-ruecksichtnahme-auf-mensch-und-natur.html Nationalparkverwaltung und Kuratorium appellieren an die Vernunft

Die Corona-Einschränkungen belasten jeden Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt. Dabei ist der Ton rauer geworden und manchmal liegen die Nerven blank. Das spürt auch Rainer Lämmerhirt, Bürgermeister der Stadt Amt Creuzburg. Er ist zugleich Vorsitzender des Kuratoriums für den Nationalpark Hainich und unterstützt den Nationalpark seit vielen Jahren. Daher ist ihm an einer guten Entwicklung und Atmosphäre zwischen Nationalparkverwaltung, Besuchern und Anwohnern im Interesse der Region sehr gelegen.

"Flächen wie der Nationalpark Hainich sind wichtige Ausgleichs- und Rückzugsflächen nicht nur für die Natur, sondern auch für den Menschen, gerade in diesen Zeiten" so Nationalparkleiter Manfred Großmann. "Voraussetzung dafür ist aber, dass sich der Mensch an gewissen Regeln hält. Er ist hier nur Gast." Vorrangiges Ziel eines Nationalparks ist die ungestörte Entwicklung. Dies ist in Deutschland nur auf wenigen Flächen möglich; aktuell umfassen die Nationalparke lediglich 0,6 % der Fläche.

Gerade im vergangenen Jahr war aber zunehmend eine gewisse Rücksichtslosigkeit festzustellen: Selbstverständliche Verbote wie Hunde frei laufen zu lassen oder Pflanzen auszureißen werden nicht akzeptiert, ein höflicher Hinweis eines Rangers darauf wird mit einer Beleidigung beantwortet. Radfahrer befahren entgegen den gesetzlichen Regelungen einfach alle Wege, auch schmale Wanderpfade. Wo einem Wege nicht passen, wird Hand angelegt und werden Stämme zerlegt, so passiert im Langen Tal. Zählgeräte, um Besucherbewegungen zu erfassen und zu analysieren, wurden bewusst zerstört, mit einem Schaden von mehr als 10.000 Euro.

"Der Nationalpark Hainich ist ein Gewinn für die Region. Die erreichte hohe Qualität, die vor 10 Jahren sogar zum Welterbe-Titel geführt hat, ist für uns alle aber auch Verpflichtung, sich an die Regeln zu halten und rücksichtsvoll mit der Natur und den Mitmenschen umzugehen", so Rainer Lämmerhirt. Als Vorsitzender des Kuratoriums, das den Nationalpark beraten soll und in dem zahlreiche Gemeinden und Verbände vertreten sind, sind ihm Klagen und Vorschläge nicht fremd. Probleme sollten aber im Dialog mit der Nationalparkverwaltung geklärt werden und nicht eigenmächtig. "Nur so schaffen wir es, auch unserer Verantwortung für den Erhalt dieses einmaligen Gebietes für kommende Generationen gerecht zu werden".

Nationalparkleiter Manfred Großmann verweist auf die vielen in 20 Jahren geschaffenen Möglichkeiten, sich im Nationalpark zu erholen und zu entspannen, sei es auf den 21 Rundwegen oder den 40 km Radwegen. Und er hat noch einen Hinweis für die Anwohner: "In diesem Jahr steht die Überarbeitung des Nationalparkplans an, wo Bürger und Gemeinden die Möglichkeit haben, sich mit Vorschlägen zur weiteren Entwicklung des Nationalparks und seiner Region einzubringen".

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-571 Tue, 02 Mar 2021 16:00:45 +0000 Neue Broschüre zu Spechten vom Nationalpark Hainich veröffentlicht https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/neue-broschuere-zu-spechten-vom-nationalpark-hainich-veroeffentlicht.html Gewohnt reich bebildert und in handlichen Wissenshäppchen

Es gibt sie in grau, schwarz, grün, bunt, klein und mittel. Sie kixen, keckern, rattern, schnarren oder lachen. Keine Ahnung, worum es hier geht? Dann kommt die ganz neue Broschüre "Spechte im Nationalpark Hainich" genau richtig.

Spechte gelten als Zeigerarten für naturnahe Wälder. 200 Spechtarten gibt es weltweit, zehn in Europa, davon neun als Brutvögel in Deutschland. Sieben kommen in Thüringen vor und alle sieben brüten und leben auch im Hainich. Was viele nicht wissen, auch der Wendehals gehört zu den Spechten und ist der einzige Zugvogel unter ihnen. Diese sieben Arten werden in der Broschüre einzeln vorgestellt - reich bebildert und in handlichen Wissenshäppchen. Einige Specht-Raritäten, die weder im Hainich noch in Thüringen vorkommen, werden ebenso gezeigt: Dazu zählt der in Deutschland seltenste Specht, der Weißrückenspecht. Viele Fragen rund um den Specht und seine Rolle im Ökosystem Laubwald werden beantwortet. Wer sich schon immer gefragt hat, warum Spechte beim Höhlenbauen keine Kopfschmerzen bekommen oder warum der Specht auch "Baumeister des Waldes" genannt wird, hier findet er oder sie die Antworten.

"Die erste Spechtbroschüre wurde vor über 16 Jahren erstellt. Nun wurde es Zeit für eine neue, die gestalterisch und fachlich auf dem aktuellsten Stand ist. Ich hoffe, wir erreichen viele Naturfans mit unserer neuesten Veröffentlichung und können ihnen diese auffällige Tierfamilie ein Stück näherbringen", so Carolin Mölich, Mitarbeiterin in der Nationalparkverwaltung und verantwortlich für die inhaltliche Bearbeitung der neuen Broschüre. Das Titelbild zeigt übrigens den Mittelspecht, der im Hainich ein besonders großes Vorkommen hat.

Ab sofort steht sie auf der Webseite des Nationalparks Hainich unter www.nationalpark-hainich.de zum Reinblättern und Download bereit. Erhältlich ist sie bei Welterberegion Wartburg Hainich e.V. auf www.kultur-liebt-natur.de für eine Schutzgebühr von 2,50 Euro. Wenn die Nationalpark-Informationen wieder geöffnet haben, dann auch dort.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-570 Wed, 24 Feb 2021 14:21:02 +0000 Zwei FÖJ-Stellen im Nationalpark Hainich kurzfristig zu besetzen https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/zwei-foej-stellen-im-nationalpark-hainich-kurzfristig-zu-besetzen.html Abschied und Neuanfang

Im Nationalpark Hainich sind zwei Stellen im Freiwilligen Ökologischen Jahr kurzfristig zum 14. März neu zu besetzen. Wer zwischen 18 und 26 Jahre alt ist, sich für die Natur interessiert, kommunikativ ist und Lust hat, ab dem Frühjahr (hoffentlich wieder) mit Schulklassen im Rahmen der Umweltbildung im Nationalpark unterwegs zu sein und diesen auch auf der BUGA in Erfurt zu vertreten, kann sich ab sofort bewerben. Gleichzeitig verabschiedet die Nationalparkverwaltung mit einem lächelnden und einem weinenden Auge die derzeitigen zwei FÖJlerinnen Pauline und Aniela vorzeitig.

Das weinende Auge lässt sich ganz leicht begründen: Die Zusammenarbeit mit diesen beiden jungen Frauen hat uns sehr viel Freude bereitet. Sie waren ganz außergewöhnlich kreativ, engagiert und selbstständig. Im vergangenen Herbst haben die beiden noch fleißig Schulklassen im Nationalpark geführt, von der Grundschule bis zur 12. Klasse. Dann mussten die Schulen schließen und Umweltbildung mit Schülern im Nationalpark oder in der Schule war nicht mehr möglich! Daraufhin haben Pauline und Aniela das nunmehr siebte Welterbeprogramm für die Patenschulen nicht als Indoor-Variante, sondern in digitaler Form entwickelt.

"Auch mit einem lächelnden Auge entlassen wir die beiden. Aniela und Pauline haben sich entschlossen, in eine medizinische Ausbildung zu wechseln. Wir freuen uns, dass die beiden ihren Weg gefunden haben und hoffen, dass die Erfahrungen und Eindrücke, die sie bei uns im Nationalpark gesammelt haben, sie noch lange Zeit begleiten und sie uns in positiver Erinnerung behalten mögen", so Carolin Mölich, Verantwortliche für die Betreuung der FÖJlerinnen.

Das FÖJ wird mit einem Taschen- und Verpflegungsgeld vergütet. FÖJler sind umfassend sozial- und unfallversichert. Wer auf einen Studienplatz wartet, kann sich das FÖJ als Wartesemester anrechnen lassen. Das FÖJ ist häufig als Vorpraktikum für Ausbildungen im Umweltbereich anerkannt. Finanziert wird das FÖJ vom Bund, der Europäischen Union, dem Freistaat Thüringen und dem Nationalpark; Träger ist der Verband Naturfreundejugend Thüringen.

Wer Interesse hat, meldet sich bitte kurzfristig bei Carolin Mölich, carolin.moelich(at)nnl.thueringen.de, 0361/573914017. Mehr Informationen gibt es unter www.naturfreundejugend-thueringen.de.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-568 Thu, 18 Feb 2021 16:37:14 +0000 Ergebnisse des Schwarzwild-Forschungsprojektes Hainich digital vorgestellt https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/ergebnisse-des-schwarzwild-forschungsprojektes-hainich-digital-vorgestellt.html Drei Jahre Forschungsarbeit mittels GPS-Halsbandsendern, Wildkameras und Kotproben ausgewertet

Borstig, wehrhaft, sehr anpassungsfähig und ziemlich schlau: Unser heimisches Wildschwein hat viele Eigenschaften, die oft unterschätzt werden. Ein Grund mehr, sich dieser Wildart intensiver zu widmen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Wildschwein wurde über 3 Jahre im Nationalpark Hainich und Umfeld geforscht. Hierbei wurden insgesamt 63 Tiere mit einem GPS-Halsbandsender ausgestattet, um deren Raumnutzung zu erforschen. Mithilfe von Wildkameras und genetischer Analyse von Losungsproben sollte zudem die Frage geklärt werden: Wie viele Wildschweine leben im Hainich? Nun liegen die umfangreichen Ergebnisse des Forschungsprojektes vor.

Aufgrund der aktuellen Lage um COVID-19 können die Ergebnisse leider nicht im Rahmen einer Präsenzveranstaltung vorgestellt werden. Aus diesem Grund wurden mit Unterstützung verschiedener Referenten Fachvorträge zu den Themen Raumnutzung und Bestandesschätzung der Wildschweine im Nationalpark und Umfeld aufgenommen, die ab sofort online zur Verfügung stehen.

"Darüber hinaus findet am 18. März 2021 eine digitale Abschlusstagung statt, bei welcher die Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen aus dem Projekt diskutiert werden sollen. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen!", sagt die Projektkoordinatorin Alisa Klamm von der Nationalparkverwaltung.

Nähere Informationen zum Projekt und zur Tagung befinden sich auf der Projekt-Homepage www.schwarzwild-hainich.de unter dem Link Infothek. Anmeldungen zur Tagung nimmt Alisa Klamm per e-mail unter schwarzwild-hainich(at)nnl.thueringen.de oder telefonisch unter 0361/573 914 004 entgegen.

Cornelia Otto-Albers
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news-567 Thu, 11 Feb 2021 14:16:29 +0000 Chaos vermeiden https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/chaos-vermeiden.html

Die letzten Tage waren auf Grund der starken Schneefälle für alle eine Herausforderung. Nun steht das Wochenende vor der Tür und natürlich besteht der Drang, die Natur in ihrer ganzen Schönheit zu genießen. Wir bitten aber zu beachten, dass derzeit nur drei unserer Wanderparkplätze geräumt sind: Rüspelsweg, Weberstedt und Fuchsfarm.

Der Bürgermeister Bernd Hasert aus Lauterbach ruft ausdrücklich auf: "Bitte vermeidet mit dem Auto auf den Harsberg zu fahren. Es ist uns zwar gelungen die Zufahrt einigermaßen zu räumen, aber Parkplätze und Ausweichmöglichkeiten sind nicht vorhanden. Bitte bedenkt, dass diese Zufahrt auch für den Rettungsdienst und für die Versorgung der Bewohner auf dem Harsberg dient."

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spezielle Hinweise
news-566 Mon, 01 Feb 2021 16:26:26 +0000 Neue Website zum UNESCO-Welterbe “Buchenwälder” stellt sich vor https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/neue-website-zum-unesco-welterbe-buchenwaelder-stellt-sich-vor.html Nationalpark ist als Teilgebiet der Welterbestätte mit dabei

Ab sofort - zum Auftakt des Jubiläumsjahres - präsentiert sich die transnationale UNESCO-Welterbestätte "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas" unter http://www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de im neuem Design. Zu dieser Weltnaturerbestätte gehört auch der Nationalpark Hainich.

Die neue Website stellt jedes der 78 Teilgebiete aus 12 Nationen mit seinen Eigenschaften und Besonderheiten ausführlich dar. Sie ist die derzeit größte serielle Welterbestätte weltweit und umfasst Gebiete in Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Polen, Rumänien, der Slowakischen Republik, Slowenien, Spanien und der Ukraine. Fünf Teilgebiete liegen in Deutschland: Es handelt sich um Waldgebiete der Nationalparke Hainich in Thüringen, Kellerwald-Edersee in Hessen, Jasmund und Müritz in Mecklenburg-Vorpommern sowie das Waldgebiet Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg. Zahlreiche Fotos, Abbildungen und Karten präsentieren die einzigartige Welterbestätte und liefern Informationen über das UNESCO-Welterbe, den besonderen Wert der Buchenwälder und ihrer Geschichte.

Die Website trägt damit auch zu einem Mehr an Wissen über die UNESCO und das Welterbe bei und ist ein Zeichen der transnationalen Zusammenarbeit, in der Deutschland als Vorreiter vorangeht. Im Frühjahr 2021 wird die englische Version der Website erscheinen, die dann stetig mit aktuellen Informationen von allen beteiligten Nationen gefüllt werden soll.

Buchenwälder sind Europas ursprüngliche Wildnis. Von Natur aus würden Buchen die zentralen Bereiche unseres Kontinents bedecken. Allerdings sind Buchen-Urwälder in Europa bis auf kleinste Reste verschwunden. Uralte, naturnahe Buchenwälder gibt es heute nur noch sehr selten. Deshalb gehören die wertvollsten von ihnen zum Welterbe der UNESCO.

In diesem Jahr feiern die deutschen Teilgebiete ihr 10-jähriges Jubiläum der UNESCO-Einschreibung. Im Juni 2011 erweiterten sie die seit 2007 bestehende Welterbestätte "Buchenurwälder der Karpaten". Im Jahr 2017 wurde die Welterbestätte dann erneut auf nun insgesamt 78 Teilgebiete in 12 Staaten erweitert. Weitere wertvolle Waldgebiete in anderen Staaten könnten noch folgen.

HomeDem Jubiläum entsprechend wird das Thema nicht nur im Nationalpark Hainich selbst, sondern auch auf der BUGA in Erfurt eine große Rolle spielen. Dort werden der Hainich und die anderen Nationalen Naturlandschaften Thüringens sehr präsent sein und die Naturschätze Thüringens vorstellen.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-564 Wed, 13 Jan 2021 12:32:15 +0000 2020 – auch im Hainich ein ungewöhnliches Jahr https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/2020-auch-im-hainich-ein-ungewoehnliches-jahr.html Was für ein Jahr! Zum Jahresbeginn ahnte niemand, was ein Corona-Virus in unserer Gesellschaft anrichten und alles durcheinanderwirbeln würde. Mit den Einschränkungen im Frühjahr und dann nach einer Öffnung wieder ab Spätherbst kam vieles zum Erliegen: Infostellen, Baumkronenpfad und Wildkatzendorf wurden geschlossen, Führungen und Veranstaltungen abgesagt. Feierlichkeiten waren kaum möglich oder mussten in kleinem Rahmen stattfinden. Die Schließungen haben unsere Partner in Gastronomie und Beherbergung hart getroffen.

Im Januar bekamen in Mihla 15 neue Nationalparkführer ihre Urkunde zum Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer (ZNL) überreicht. Sie verstärken damit die Freiwilligen, die sich mit Begeisterung und enormen Wissen in der Umweltbildungsarbeit des Nationalparks engagieren.

Zum 9. Jahrestag der Einschreibung als UNESCO-Welterbe am 26. Juni konnte im kleinen Kreis zusammen mit Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund an der Thiemsburg der neue Rundwanderweg "Waldpromenade" eröffnet werden. Im Herbst erhielt dieser Rundwanderweg ein Zertifikat als barrierefreier Weg. Weitere Auszeichnungen erhielt der Nationalpark für das Projekt "5-Sinne-Rallye" im Rahmen der UN-Dekade "Biologische Vielfalt" sowie für seine Umweltbildungsarbeit als "Qualitätssiegel Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Ende Juni konnte wie in den vergangenen Jahren die Sonderausstellung "Glanzlichter" auf der Thiemsburg eröffnet werden und zeigte die Siegerbilder dieses großen Fotowettbewerbs.

Der Baumkronenpfad wurde am 26.08.2005 eröffnet und ist damit 15 Jahre alt geworden. Fast 3 Millionen Besucher konnten bisher gezählt werden, Anlass eigentlich für eine große Feier. Mit Ministerin Anja Siegesmund fand am Jubiläumstag zumindest eine kleine Feier statt.

Am 20. September, dem Weltkindertag, wurde an der Thiemsburg - ohne Feier - die Abenteuer-Wildnis "Im Reich des Fagati" der Öffentlichkeit übergeben. Im Oktober wurde dort außerdem eine Infotafel für die Partnerbetriebe des Nationalparks aufgestellt, um auf deren besondere Angebote und Leistungen aufmerksam zu machen.

Ein weiterer Wanderweg, der "Aurinia-Pfad", ist in Vorbereitung und wird jetzt im Frühjahr eröffnet. Er führt durch den Lebensraum seltener Schmetterlinge, darunter den namensgebenden Aurinia-Falter. Ausgangspunkt ist ein neuer Parkplatz bei Bolleroda auf der Westseite.

Ein großes Thema war und ist der durch den Klimawandel ausgelöste Prozess in den Wäldern, auch im Hainich, wo selbst Buchen abgestorben sind. Ein Schwerpunkt der Arbeit der Nationalparkwacht lag dabei bei der Wahrnehmung der Verkehrssicherung an den Wanderwegen und Aufenthaltsorten der Besucher. Dabei mussten zahlreiche durch die Trockenheit abgestorbene Bäume zu Fall gebracht werden. 2020 war hier das Wetter zwar nicht so extrem wie 2018 und 2019, aber eine Erholung der Waldbestände war nicht festzustellen. Es wurden erste Forschungsprojekte gestartet und Befliegungen zur Dokumentation durchgeführt. 2021 werden am Wanderweg Sulzrieden Infotafeln zum Thema "Klimawandel" aufgestellt.

Im Nationalpark war seit Sommer ein erhöhtes Besucheraufkommen festzustellen; z.T. wurden an den Parkplätzen doppelt so viele Menschen gezählt wie letztes Jahr. Über das ganze Jahr betrachtet waren es 23 % mehr als 2019. Besonders auffällig waren die vielen Radfahrer. Bei den Parkplatzzählungen war eindeutig ein Corona-Effekt festzustellen. Normalerweise werden im Hainich zwei Besucherspitzen registriert: Im Frühjahr aufgrund des Laubaustriebs und der Frühblüher sowie im Herbst wegen der Laubfärbung. 2020 war aber die Auslastung von April bis Oktober fast gleichbleibend. Das übliche "Sommerloch", wenn die Menschen weniger in den Wald als vielmehr an Seen und das Meer gehen, trat nicht auf.

Auch die Besucherzahlen im Wildkatzendorf und am Baumkronenpfad waren im Herbst sehr hoch. Am Baumkronenpfad wurden knapp 143.000 Besucher gezählt (Zahlen freundlicherweise vom Betreiber KTL zur Verfügung gestellt). Dies entspricht einem Rückgang um rund 7.000 Besucher gegenüber dem Vorjahr, also ca. 5 %, obwohl der Pfad an mehr als 100 Tagen Corona-bedingt geschlossen hatte. In den Sommermonaten waren es 16 % mehr Besucher als im Vorjahr. So war der Juli 2020 der besucherstärkste Juli seit 2011. Im Oktober, meist der besucherstärkste Monat, waren es 2020 fast 40.000 Menschen, womit dies der besucherstärkste Oktober seit 2014 war. Die Besucherzahlen im Wildkatzendorf lagen trotz zeitweiliger Schließung mit rund 28.000 etwas über dem Vorjahr. Ob es am kleinen Luchs lag? Es hatte sich nämlich, zunächst unbemerkt, Nachwuchs eingestellt: Das dort erst seit 2019 lebende, noch recht junge Luchspaar hat ein Jungtier, das sich gelegentlich auch schon Besuchern gezeigt hat.

Insgesamt wurden damit im Nationalpark Hainich 320.000 Besucher gezählt (zum Vergleich: 2019 waren es 315.000).

Noch immer festzustellen war ein erstmals im August 2019 in einer Fotofalle erfasster Goldschakal, ein Neunachweis für Thüringen. Zwischenzeitlich war vermutlich immer dasselbe Individuum mehrfach fotografiert worden, zuletzt im Oktober 2020. In der Größe liegt der Goldschakal zwischen Fuchs und Wolf. Wenig überraschend, da erwartet, konnte 2020 der Wolf erstmals auf der Nationalparkfläche sicher mit Hilfe einer Fotofalle nachgewiesen werden.

Eine kleine Sensation war ein neuer Brutvogel, noch dazu eine besonders große und attraktive Art: der Kranich! Nicht gerade typisch für Buchenwälder hat er im Offenland des Nationalparks in einem verlandeten Gewässer gebrütet. Für Thüringen und gerade für Westthüringen ist dieser Nachweis etwas ganz Besonderes, da der Kranich als Brutvogel hier bisher nicht vorkam.

In Vorbereitung in der Nationalparkverwaltung ist der neue Nationalparkplan 2020. Zielstellung hier ist es, spätestens im 1. Quartal 2021 die interne Diskussion sowie die Abstimmung mit dem Ministerium abgeschlossen zu haben, so dass im 2. Quartal 2021 eine öffentliche Beteiligung erfolgen kann. Hier besteht auch für die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit, Vorschläge für die weitere Entwicklung des Nationalparks einzubringen.

Das Motto des Hainich und aller Nationalparke in Deutschland "Natur Natur sein lassen" liest sich leichter als es umgesetzt werden kann. Nicht nur das Klima in der Atmosphäre, sondern auch das Klima in der Gesellschaft hat sich verändert und wirkt sich selbst im Nationalpark aus. Zunehmend ist eine gewisse Rücksichtslosigkeit festzustellen: Verbote werden nicht akzeptiert, ein höflicher Hinweis eines Rangers darauf wird mit einer Beleidigung beantwortet, Radfahrer befahren entgegen den gesetzlichen Regelungen im Nationalpark einfach alle Wege. Wo einem Wege nicht passen, wird Hand angelegt und werden Stämme zerlegt, so passiert im Langen Tal, wo 30 Stämme mit der Motorsäge zerschnitten wurden. Zählgeräte, um Besucherbewegungen zu erfassen und zu analysieren, wurden bewusst zerstört, mit einem Schaden von mehr als 10.000 Euro. Offensichtlich gelingt es nicht bei allen Besuchern, über die Umweltbildungsarbeit des Nationalparks die Werte und Einzigartigkeit des Gebietes zu vermitteln und hieraus verantwortliches Verhalten zu fördern.

"Der Nationalpark Hainich ist ein Kleinod unter den deutschen Nationalparken. 2021 wird es 10 Jahre, dass er aufgrund seiner Einzigartigkeit sogar in die exklusive Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. Ein Grund für Anwohner und Besucher, stolz darauf zu sein und den Besuch zu genießen. Das rücksichtslose Durchsetzen von Ego-Interessen hat hier aber nichts verloren. Ich wünsche mir mehr vernünftiges und verantwortungsbewusstes Verhalten.", so Nationalparkleiter Manfred Großmann mit einem eindrücklichen Appell.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-562 Mon, 07 Dec 2020 12:18:10 +0000 Neuer Ranger im Nationalpark ist ein “Hainich-Gewächs” https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/neuer-ranger-im-nationalpark-ist-ein-hainich-gewaechs.html Ehemaliger FÖJler Felix Heck ist nun Teil der Nationalparkwacht

Felix Heck ist gerade einmal vier Tage älter als der Nationalpark Hainich. Als neuer Ranger in der Nationalparkwacht hat er damit schon einmal alle Schmunzler auf seiner Seite. Außerdem ist Felix Heck ein echtes "Hainich-Gewächs", denn er ist im Nationalpark kein Unbekannter. Bereits während seines Freiwilligen Ökologischen Jahres (kurz: FÖJ) 2016/17 hat er Kindern und Jugendlichen den Lebensraum Buchenwald nähergebracht. In dieser Zeit ist auch der Wunsch in ihm gewachsen, einen sogenannten "Grünen Beruf" zu erlernen. Seine Ausbildung als Forstwirt absolvierte er erfolgreich bei der ThüringenForst AöR.

"Ich freue mich sehr, wenn wir Jugendliche auf ihrem Weg in das Erwachsensein begleiten und dabei mit unserer einzigartigen Natur begeistern können. Um zu schauen, wohin der Weg in der Berufswelt gehen kann, sind Praktika immer eine gute Möglichkeit. Wir bieten jedes Jahr mehrere Plätze für FÖJler und Commerzbank-Umweltpraktikanten an. Ich kann junge Menschen mit Interesse für die Natur nur ermutigen, sich bei uns zu bewerben. Dass das zu einem abwechslungsreichen und sicheren Arbeitsplatz führen kann, sieht man bei Felix", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Die Aufgaben von Felix Heck werden sehr vielfältig vom Streifendienst bis zur Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung sein. Im kommenden Jahr wird ein Einsatzschwerpunkt beim Nationalparkstand auf der Bundesgartenschau in Erfurt sein.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-561 Thu, 19 Nov 2020 12:14:36 +0000 Nachruf auf den Ranger Ronald Demuth https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/nachruf-auf-den-ranger-ronald-demuth.html Ronald Demuth war viele Jahre als Waldarbeiter im Holzeinschlag tätig. 2008 wechselte er in den Nationalpark und trat seinen Dienst als Ranger an. Er gehörte zunächst eher zu den schweigsameren Mitarbeitern. Er war lieber in der Natur unterwegs als bei Beratungen. Sein großes Interesse dort galt den Schmetterlingen und anderen Insektengruppen. Nicht nur bei der Erfassung bewies er große Ausdauer, sondern auch bei Fotoaufnahmen, wenn es zum Beispiel galt, eine seltene Libelle im Nationalpark mit einem Foto zu dokumentieren. Von seinen Erfassungen und Fotos erzählte er gerne und öffnete sich so im Laufe der Jahre immer mehr. Sein bei der Arbeit erworbenes Fachwissen wurde größer und größer. Was anfangs kaum für möglich gehalten wurde, trat dann ein: Ronald Demuth konnte Schulklassen führen und mit großer Begeisterung seine Fachkenntnisse vermitteln. Es war zu spüren, dass er hier in seiner Arbeit voll und ganz aufgegangen war. Er hatte hier im Nationalpark ein Betätigungsfeld gefunden, wo ihm die Mitarbeit bei Forschung und Monitoring, beim Schutz der Vielfalt im Hainich, große Freude bereitete. Sein Tod, weniger Wochen vor seinem Ruhestand, hat dieser Arbeit ein jähes Ende bereitet.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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spezielle Hinweise
news-560 Tue, 17 Nov 2020 13:01:19 +0000 Waldpromenade erhält die Auszeichnung “Barrierefreiheit geprüft” https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/waldpromenade-erhaelt-die-auszeichnung-barrierefreiheit-geprueft.html Zertifikat nach dem bundesweit gültigen Kennzeichnungssystem "Reisen für alle"

Die Waldpromenade im Nationalpark Hainich wurde nach dem Kennzeichnungssystem "Reisen für Alle" zertifiziert und erhielten nun die Auszeichnung "Barrierefreiheit geprüft". Ab sofort darf die Nationalparkverwaltung den Wanderweg mit diesem Prüfsiegel für Menschen mit Gehbehinderungen und Rollstuhlfahrer präsentieren. Teilweise barrierefrei ist er für Menschen mit Sehbehinderungen und Blinde. Vergeben wurde das Zertifikat von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) und dem Deutschen Seminar für Tourismus Berlin e.V. (DSFT).

Bei der Zertifizierung selbst ist die Einteilung in Gästegruppen von zentraler Bedeutung - von Mobilitätseinschränkungen über Sinnesbehinderungen bis zu kognitiven Einschränkungen werden dabei insgesamt sieben Gruppen unterschieden. Zur Bewertung der Barrierefreiheit werden die Einrichtungen auf unterschiedliche, insbesondere bauliche Merkmale geprüft. Insgesamt sind etwa 200 Kriterien zur Prüfung auf Barrierefreiheit im Kennzeichnungssystem "Reisen für Alle" gelistet. Für Rollstuhlfahrer ist so beispielsweise eine Durchgangsbreite von mindestens 150 Zentimetern und eine maximale Neigung von 6 % zu gewährleisten; für Menschen mit Sehbehinderung und Blinde müssen Assistenzhunde erlaubt, kontrastreiche Beschilderungen vorhanden und ein unterbrechungsfreies Wegeleitsystem vorhanden sein. Selbstverständlich darf es grundsätzlich keine Hindernisse oder Gefahrenstellen geben. Eingestuft werden die Gegebenheiten jeweils in "teilweise barrierefrei" und "barrierefrei". Die Kennzeichnung "teilweise barrierefrei" wird gekennzeichnet mit dem "i" im Piktogramm. Es steht für den Hinweis an den Gast, sich vor dem Besuch zu informieren, ob das Angebot den individuellen Bedürfnissen gerecht wird.

In Deutschland leben etwa 10 Millionen Menschen mit einer Behinderung - für 10 Prozent der Bevölkerung ist Barrierefreiheit unentbehrlich, für 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent ist sie Qualitäts- und Komfortmerkmal. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern insbesondere auch Menschen, die altersbedingt in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und dennoch gern und viel reisen. Und was für Rollstuhlfahrer gut zugänglich ist, lässt sich beispielsweise auch bequem für Familien mit Kinderwagen besichtigen. "Der Nationalpark hat - wie die gesamte touristische Destination - die Bedeutung der Barrierefreiheit bereits seit langem erkannt und gehört zu den Vorreitern des barrierefreien und komfortablen Naturerlebens in Deutschland. Thematisch ergänzt und erweitert die Waldpromenade die bereits inszenierten und barrierefreien Highlights im Bereich der Thiemsburg: den "Weg zum Himmel" mit dem Baumkronenpfad und den "Weg in die Erde" mit der Wurzelhöhle im Nationalparkzentrum, woraus sich ein herausragendes touristisches Kompaktangebot für Alle ergibt, räumlich konzentriert an der Thiemsburg und dadurch hervorragend geeignet für einen Tagesausflug, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln", so Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Hintergrund:
"Reisen für Alle" ist ein bundesweit gültiges Kennzeichnungssystem für barrierefreie Angebote, z.B. für Tourist-Informationen, Hotels, kulturelle Einrichtungen, Restaurants oder Gastronomiebetriebe. Es wurde im Rahmen eines Projekts vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e. V. und dem Verein Tourismus für Alle Deutschland e. V. (NatKo) sowie vielen weiteren Projektpartnern entwickelt und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Dieses besondere Gütesiegel soll Vertrauen und Transparenz für viele Besuchergruppen schaffen. Seit März 2020 setzen alle Bundesländer und eine Hotelkooperation das Kennzeichnungssystem ein.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-558 Wed, 11 Nov 2020 12:17:54 +0000 Das Welterbe-Programm für die Schulen kommt in diesem Jahr digital https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/das-welterbe-programm-fuer-die-schulen-kommt-in-diesem-jahr-digital.html  

Commerzbank-Umweltpraktikantin Judith berichtet von einem Tag im Hainich

Nach nun 2 Monaten gemeinsamer Arbeit sind die beiden FÖJlerinnen Pauline und Aniela und ich als Commerzbank-Umweltpraktikantin schon ein eingespieltes Team. Nachdem wir zum Abschluss der Saison noch einige Führungen gemeinsam vorbereitet und geleitet haben, bricht nun eine vermeintlich ruhigere Zeit an. Der Schulklassenplaner, in dem alle Anmeldungen registriert werden, ist komplett leer. Die Arbeit geht dennoch nicht aus und es gilt, dieses Jahr noch verschiedene Projekte vorzubereiten. Allen voran unser Weltnaturerbe-Programm, welches wir dieses Jahr in digitaler Form an die Lehrer schicken.

Gar nicht so einfach, aber zum Glück gibt es Technik, die uns ermöglicht, ein Stück ,,Urwald" in die Klassenzimmer zu bringen. Entschieden haben wir uns dabei für ein Report-Format, in welchem Aniela und Pauline die Rolle der Journalistinnen übernehmen. Und so haben wir auch heute wieder die Chance, bei schönem Wetter durch den Nationalpark zu streifen.

Bewaffnet mit Skript, Mikro und Kamera geht es los Richtung Wald. Oft braucht es mehrere Anläufe, ehe wir mit einer Szene zufrieden sind. Doch wir können gut über uns selbst lachen und nehmen unsere Pannen mit Humor.

Den restlichen Vormittag sind wir mit der Aufzeichnung von Detailaufnahmen und Gesprächen beschäftigt. Nachdem wir uns genügend nutzbares Material versprechen und sich der Kamera-Akku dem Ende seiner Kapazitäten nähert, machen wir uns zurück nach Bad Langensalza ins Büro.

Unsere Mittagspause, die wir sonst nach einer Schulklassenführung zu gern in den schönen Ecken das Nationalparks verbracht haben, verlegen wir im Hinblick auf die sinkenden Temperaturen gern vor eine Heizung.

Gestärkt setzen wir uns an die Sortierung unserer Videos und nehmen eine letzte Bearbeitung für das Skript unseres morgigen Drehtages vor. Denn dann treffen wir Sandra, die Rangerin im Hainich. Sie hat unseren neugierigen Journalistinnen allerhand Spannendes zu erzählen.

Also dann: Kamera läuft...und bitte!

Judith Schollmeyer
Commerzbank-Umweltpraktikantin

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Praktikanten-Tagebuch
news-559 Tue, 10 Nov 2020 13:40:00 +0000 Disput um Zahlen - Erläuterungen zur Waldinventur im Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/disput-um-zahlen-erlaeuterungen-zur-waldinventur-im-hainich.html Leisten bewirtschaftete Wälder oder Waldwildnis mehr für den Klimaschutz?

Zahlen aus der Waldinventur des Nationalparks Hainich spielen bei dieser viel diskutierten Frage bei der Veröffentlichung von Schulze et al. (2020) eine zentrale Rolle. Als Referenzwert für den Zuwachs unbewirtschafteter Wälder in Deutschland wird hier ein Wert von 0,4 m3/ ha/ Jahr verwendet. Dabei wird Bezug genommen auf unseren Band Erforschen 3 (Nationalpark-Verwaltung 2012). Zentrales Ergebnis von Schulze et al. ist, dass die durch Holznutzung eingesparten C02-Emissionen das Zehnfache dessen ausmachen würden, was über den Aufbau an Holzvorräten im nutzungsfreien Wald (am Beispiel Hainich) gebunden wird. Die Veröffentlichung von Schulze et al. hat zu einem wissenschaftlichen Disput geführt. Zentraler Kritikpunkt ist die Verwendung des genannten Zuwachswertes von 0,4 m3/ ha/ Jahr. Würde in der Herleitung von Schulze et al. ein anderer Wert genommen (s. nachfolgende Erläuterung), würde sich das zentrale Ergebnis komplett umdrehen und dem nutzungsfreien Wald einen größeren Beitrag zum Klimaschutz zuweisen als dem Wirtschaftswald. Da diese Frage von großem Interesse ist und Zahlen aus der Waldinventur im Hainich die Basis sind, sollen zum besseren Verständnis der Diskussion nachfolgend die Zahlen der Waldinventur erläutert werden.

Für die Waldinventur im Nationalpark Hainich kommt ein stichprobenbasiertes Verfahren zur Anwendung. Die Stichprobenpunkte wurden zufällig ausgewählt, indem das gesamte Schutzgebiet mit einem Gitternetz überzogen wurde, dessen Gitternetz-Linien einen Abstand von 200 m aufweisen. Die Schnittpunkte der Gitternetzlinien sind die Mittelpunkte der Stichprobenflächen. Für die gesamte Nationalpark-Fläche wurden so 1.902 Stichprobenpunkte definiert.

Im Jahr 2000 erfolgte die Erstaufnahme. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Waldfläche im Nationalpark gemäß Wald-Biotopkartierung 5.015 ha; in dieser waren 1.200 (von 1.902) Stichprobenpunkten verortet. Auf den betreffenden 1.200 Probeflächen wurde das lebende Derbholz (sowie weitere Komponenten) erfasst. Es ergab sich ein durchschnittlicher Wert für die lebende Derbholzmasse von 363,5 m3/ ha für die o. g. Waldfläche.

Im Jahr 2010 erfolgte die erste Wiederholungsaufnahme. Da die Waldfläche mittlerweile durch natürliche Sukzession größer geworden war (5.287 ha zu 5.015 ha 10 Jahre vorher), wurden jetzt 1.421 Stichprobenpunkte aufgenommen, die insgesamt hier verortet sind. Für die Waldfläche zum Stichtag 01.01.2010 ergab sich ein durchschnittlicher Wert für die lebende Derbholzmasse von 367,5 m3/ ha.

Die Ermittlung des Zuwachses für eine konkrete Waldfläche in einer bestimmten Periode erfolgt durch Vergleich der Derbholzmasse zu Beginn und am Ende der Periode (ggf. unter Berücksichtigung der hier geernteten Derbholzmenge).

Für die Waldfläche zum Stichtag 01.01.2000 (5.015 ha) war die lebende Derbholzmasse zu Beginn der Periode (also 2000) 363,5 m³/ha und zum Ende (2010) 453,0 m³/ha. Die Differenz und somit der Zuwachs in der Periode 2000-2010 beträgt 85,5 m³/ha, das entspricht einem jährlichen Zuwachs von 8,55 m³/ha > rd. 9 m3/ha.

Für die Waldfläche zum Stichtag 01.01.2010 (5.287 ha) wurde eine lebende Derbholzmasse von 367,5 m³/ha ermittelt. Für die Ermittlung des Zuwachses ist dabei folgendes zu beachten: Auf dieser Fläche von 5.287 ha betrug die lebende Derbholzmasse im Jahr 2000 nicht 363,5 m³/ha, sondern nur 306 m³/ha. Dieser Wert ergibt sich, da für die 221 Probepunkte, die 2010 neu erfasst wurden (da jetzt Waldfläche), im Jahr 2000 eine lebende Derbholzmasse von 0 m³/ha anzusetzen ist (da zu diesem Zeitpunkt noch kein Derbholz vorhanden war); 2010 wurde für diese 221 Punkte ein durchschnittlicher Vorrat von 32,7 m³/ha errechnet. Für die 2010 insgesamt untersuchte Waldfläche beträgt die Differenz der ermittelten Anfangs- und Endvorräte resp. der Zuwachs in der Periode 2000-2010 somit 61,5 m³/ha, das entspricht einem jährlichen Zuwachs von 6,15 m³/ha > rd. 6 m3/ha.

Wenn man wie bei Schulze et al. die ermittelten Derbholzmassen 2000 und 2010 vergleicht, scheint auf den ersten Blick in 10 Jahren kaum ein Zuwachs erfolgt zu sein (rein rechnerisch lediglich ein periodischer Zuwachs von 4 m³/ha, was einem jährlichen Zuwachs von 0,4 m3/ ha entsprechen würde - das ist die Zahl, die bei Schulze et a. als Referenz verwendet wird). Ein reiner Vergleich dieser Zahlen führt aber völlig in die Irre, da es sich wie dargestellt um unterschiedliche Waldbezugsflächen mit einer anderen Zahl von Stichprobenpunkten handelt. Für die Ermittlung des periodischen Zuwachses dürfen nur jeweils die gleichen (identischen) Waldflächen verglichen werden.

Vergleicht man nur die 1.200 Punkte, die sowohl 2000 und 2010 erfasst wurden, ergibt sich für 2010 ein Wert von 453 m3/ ha, was einer mittleren Vorratszunahme von 9 m3/ ha/ Jahr entspricht. Dies ist auch ein Wert, der auf solch nährstoffreichen Standorten wie dem Hainich zu erwarten war.

Bei einem korrekten Vergleich der gesamten Waldfläche 2010 mit 2000 ergibt sich ein jährlicher Zuwachs von 6 m3/ ha/ Jahr. Selbst unter Berücksichtigung der vielen Jungwaldflächen im Hainich, die 2000 noch keinen Wald aufwiesen, mit sehr niedrigen Vorratszahlen und geringen Zuwächsen, liegt damit die Vorratszunahme noch immer beim 15-fachen der in der Veröffentlichung von Schulze et al. verwendeten Zahl von 0,4 m3/ ha.

Manfred Großmann
Leiter

Quellen:
Nationalpark-Verwaltung Hainich (2012): Waldentwicklung im Nationalpark Hainich. Ergebnisse der ersten Wiederholung der Waldbiotopkartierung, Waldinventur und der Aufnahme der vegetationskundlichen Dauerbeobachtungsflächen. Erforschen Band 3, Bad Langensalza, 166 S.

Schulze ED, Sierra CA, Egenolf V, et al. The climate change mitigation effect of bioenergy from sustainably managed forests in Central Europe. GCB Bioenergy. 2020; 12: 186-197. https://doi.org/10.1111.Gcbb.12672

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spezielle Hinweise
news-557 Thu, 05 Nov 2020 09:24:11 +0000 Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/commerzbank-umweltpraktikum-im-nationalpark-hainich-6.html Jetzt bewerben für ein Frischluft-Semester

Wer hat Lust, Besuchern des Nationalparks aus nah und fern das UNESCO-Weltnaturerbe Hainich näherzubringen? Wer möchte mit Kindern und Jugendlichen im Hainich unterwegs sein, ihnen die Nationalpark-Idee, Tiere und Pflanzen spielerisch, sinnlich und wissenschaftlich vermitteln? Im Rahmen des Commerzbank-Umweltpraktikums sind auch im kommenden Jahr vier Stellen im Nationalpark Hainich zu vergeben. Ab sofort sind Bewerbungen möglich.

Gesucht werden Studierende, die für 3 Monate, oder im Rahmen eines studentischen Pflichtpraktikums gern auch länger, aktiv werden möchten. Unterkunft und ein monatliches Entgelt werden von der Commerzbank finanziert. Studentinnen und Studenten aller Fachrichtungen, die Begeisterung für die Natur hegen und gern ihr Wissen an andere weitergeben möchten, sind angesprochen. Geboten wird im Nationalpark Hainich ein abwechslungsreiches Praktikum, während dessen viele praktische Erfahrungen in einer Nationalparkverwaltung gesammelt und eigene Projekte in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit realisiert werden können. 2021 steht die BUGA besonders im Fokus der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks sein. Auch hier wird ein Einsatzschwerpunkt des Commerzbank-Umweltpraktikums liegen.

Wer Interesse an einer "Mitarbeit auf Zeit" im Nationalpark Hainich hat, kann sich bis zum 15. Januar 2021 auf www.umweltpraktikum.com online bewerben. Ansprechpartnerin in der Nationalparkverwaltung ist Carolin Mölich (Carolin.Moelich@nnl.thueringen.de).

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-556 Thu, 22 Oct 2020 15:18:37 +0000 Große Informationstafel an der Thiemsburg stellt Nationalpark-Partner vor https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/grosse-informationstafel-an-der-thiemsburg-stellt-nationalpark-partner-vor.html Qualität, gelebte Regionalität und Umweltbewusstsein

Seit einigen Tagen steht eine große Informationstafel auf dem Weg zum Nationalparkzentrum Thiemsburg. Sie informiert über ganz besondere Betriebe: die Nationalpark-Partner. Der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl und Martin Fromm, Vorsitzender des Welterberegion Wartburg Hainich e.V., nahmen am 21.10.2020 die Vorstellung der Tafel zum Anlass, um über die Nationalpark-Partner-Initiative zu informieren und für sie zu werben.

Nationalpark-Partner sind Betriebe, die sich für eine nachhaltige touristische Entwicklung in ihrer Region engagieren und zugleich Botschafter ihrer Nationalen Naturlandschaft sind. Derzeit 14 Partnerbetriebe arbeiten eng mit dem Nationalpark Hainich zusammen, sind mit dessen Neuigkeiten und Angeboten vertraut und bieten aktuelles Informationsmaterial an. Sie identifizieren sich in besonderer Weise mit der Natur und Landschaft des Nationalparks Hainich und seiner Region und fühlen sich der Philosophie und den Zielen des Nationalparks, des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal und der Welterberegion Wartburg Hainich verpflichtet. Die Nationalpark-Partner stehen für Qualität, gelebte Regionalität und Umweltbewusstsein. Der Schutz der Umwelt und die Unterstützung der Regionalentwicklung sind besondere Anliegen der Nationalpark-Partner. So wird selbstverständlich auf Einwegverpackungen verzichtet, wird auf regionale Produkte wert gelegt und werden Informationen zur umweltgerechten Mobilität der Gäste angeboten.

"Auf unserer neuen Informationstafel gibt es noch den ein oder anderen freien Platz. Das ist an dieser Stelle wortwörtlich zu nehmen, denn wir freuen uns über jeden interessierten Betrieb, der sich für nachhaltigen Tourismus einsetzen und Nationalpark-Partner werden möchte", sagt Rüdiger Biehl.

Hintergrund:
Seit 2008 engagieren sich deutschlandweit die Partner der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks für eine nachhaltige touristische Entwicklung in ihrer Region und sind zugleich Botschafter ihrer Nationalen Naturlandschaften. Diese Partnerbetriebe werden nach bundesweit einheitlichen Qualitäts- und Umweltstandards ausgezeichnet. In 30 Initiativen bieten derzeit über 1.400 Partner in ganz Deutschland
nachhaltige Angebote für Übernachtungen, Gastronomie, Handwerk, Naturerlebnisse und vieles mehr.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-555 Thu, 15 Oct 2020 09:35:00 +0000 Veranstaltung „Herbstzauber im Hainich“ fällt coronabedingt aus https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/veranstaltung-herbstzauber-im-hainich-faellt-coronabedingt-aus-1.html Einhaltung von Mindestabständen nicht möglich

Die beliebte Fackelwanderung mit Nationalparkführerin und Kräuterfee Susanne Merten entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum wahren Besuchermagnet. Bis zu 150 Besucherinnen und Besucher kamen, um sich den Hainich von seiner herbstlichen Seite anzuschauen, den Geschichten und viel Wissenswerten von Susanne Merten zu lauschen oder auch der speziellen Herbstzauber-Kinderführung vom Umweltbildungsteam des Nationalparks beizuwohnen. Bei einem derart hohen Besucheraufkommen ist es aber nicht möglich, Mindestabstände einzuhalten oder auch das Tragen von Mund-Nase-Masken bzw. das Einhalten von Hygieneregeln zu kontrollieren. Daher fällt diese Veranstaltung in diesem Jahr aus.

"Leider müssen wir die beliebte Führung "Herbstzauber im Hainich" absagen. In Zeiten täglich steigender Corona-Neuinfektionen ist es unverantwortlich, bewusst eine große Anzahl von Menschen an einem Ort zu versammeln. Daher rechnen wir mit dem Verständnis unserer Besucherinnen und Besucher", sagt der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl. "Was nicht abgesagt ist, ist der Herbst. Er kann in diesem Monat überall, besonders zauberhaft natürlich bei uns im Hainich, gespürt und betrachtet werden", so Rüdiger Biehl weiter.

Leuchtend bunt färben sich derzeit die Laubwälder im Hainich. Eine individuelle Wanderung auf einem der 21 Rundwanderwege ist in dieser Jahreszeit ganz besonders reizvoll. Die Länge der Wanderwege variiert von 1,2 km (Waldpromenade) bis 12 km (Betteleichenweg). Da ist ganz sicher für jede Wanderlust der richtige Weg dabei.

Weitere Informationen zu Wanderwegen und herbstlichen Veranstaltungen im MITMACHEN-Programm.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-554 Thu, 15 Oct 2020 08:48:29 +0000 Veranstaltung „Herbstzauber im Hainich“ fällt coronabedingt aus https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/veranstaltung-herbstzauber-im-hainich-faellt-coronabedingt-aus.html Einhaltung von Mindestabständen nicht möglich

Die beliebte Fackelwanderung mit Nationalparkführerin und Kräuterfee Susanne Merten entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum wahren Besuchermagnet. Bis zu 150 Besucherinnen und Besucher kamen, um sich den Hainich von seiner herbstlichen Seite anzuschauen, den Geschichten und viel Wissenswerten von Susanne Merten zu lauschen oder auch der speziellen Herbstzauber-Kinderführung vom Umweltbildungsteam des Nationalparks beizuwohnen. Bei einem derart hohen Besucheraufkommen ist es aber nicht möglich, Mindestabstände einzuhalten oder auch das Tragen von Mund-Nase-Masken bzw. das Einhalten von Hygieneregeln zu kontrollieren. Daher fällt diese Veranstaltung in diesem Jahr aus.

"Leider müssen wir die beliebte Führung "Herbstzauber im Hainich" absagen. In Zeiten täglich steigender Corona-Neuinfektionen ist es unverantwortlich, bewusst eine große Anzahl von Menschen an einem Ort zu versammeln. Daher rechnen wir mit dem Verständnis unserer Besucherinnen und Besucher", sagt der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl. "Was nicht abgesagt ist, ist der Herbst. Er kann in diesem Monat überall, besonders zauberhaft natürlich bei uns im Hainich, gespürt und betrachtet werden", so Rüdiger Biehl weiter.

Leuchtend bunt färben sich derzeit die Laubwälder im Hainich. Eine individuelle Wanderung auf einem der 21 Rundwanderwege ist in dieser Jahreszeit ganz besonders reizvoll. Die Länge der Wanderwege variiert von 1,2 km (Waldpromenade) bis 12 km (Betteleichenweg). Da ist ganz sicher für jede Wanderlust der richtige Weg dabei.

Weitere Informationen zu Wanderwegen und herbstlichen Veranstaltungen im MITMACHEN-Programm unter www.nationalpark-hainich.de

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-553 Wed, 14 Oct 2020 12:44:32 +0000 Biodiversitäts-Exploratorium Hainich-Dün bekommt waldbegeisterte neue Leiterin https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/biodiversitaets-exploratorium-hainich-duen-bekommt-waldbegeisterte-neue-leiterin.html Forschung in der Heimat des Weihnachtsmannes oder im Hainich - Hauptsache im Wald

Dr. Anna Katharina Franke ist die neue Leiterin des Biodiversitäts-Exploratoriums Hainich-Dün in Elternzeitvertretung von Dr. Juliane Vogt. Das Forschungsprojekt untersucht den Einfluss von Landnutzung und Bewirtschaftungsform auf die biologische Vielfalt unserer heutigen Landschaft, auch Biodiversität genannt, aber auch die Folgen einer sich verändernden Biodiversität für die Kreisläufe des Lebens. Die Hainich-Dün Region ist dabei geprägt von ausgedehnten Buchenwäldern; alle typischen Bewirtschaftungsformen sowie auch großflächig nicht genutzte Waldflächen - im Nationalpark Hainich - kommen hier vor und bieten somit alle Voraussetzungen für das Forschungsprojekt

Der Wald hat die gebürtige Harzerin von klein auf begleitet. Nach ihrem Geographie-Studium führte Frau Dr. Franke ihre Doktorarbeit sogar in die Nadelwälder von Finnisch-Lappland am Polarkreis, ganz genau nach Rovaniemi, der Heimatort des Weihnachtsmannes.

"Nach Abschluss meiner Doktorarbeit in einem waldökologischen Forschungsbereich und als Kind einer Försterfamilie war es mir besonders wichtig, auch im Anschluss weiter mit und im Wald arbeiten zu können. Die Arbeit im Local Management Team Hainich bietet mir jeden Tag die Möglichkeit, bei verschiedenen ökologischen Forschungsprojekten hinter die Kulissen zu schauen und viele für mich neue Aufgabenfelder kennen zu lernen", so die 32-Jährige. Ihre Hauptaufgabe wird die Kommunikation mit verschiedenen Akteuren vor Ort sein, sowohl mit Forschern als auch Landnutzern. In diesem Rahmen wurde jüngst auch die neue Forschungsvereinbarung für die Phase 2020 bis 2023 mit dem Nationalpark Hainich unterzeichnet und damit die Unterstützung in der Biodiversitätsforschung und Bereitstellung von Forschungsergebnissen festgeschrieben. Ebenso gehört die Koordination der Untersuchungen auf den Flächen zur Tätigkeit der Teamleiterin. Das kann zuweilen zur Mammutaufgabe werden.

Hintergrund:

Für die Forschungsarbeit der Biodiversitäts-Exploratorien wurden drei großräumige Forschungslandschaften, sogenannte Exploratorien, gewählt. Eine liegt im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg, eine weitere in und um den Nationalpark Hainich und eine dritte im Biosphärengebiet Schwäbische Alb in Baden-Württemberg. Diese drei Gebiete sind geprägt durch forst- und landwirtschaftliche Nutzung und unterscheiden sich in ihrer Landschaftsstruktur und ihren klimatischen Bedingungen. Der überwiegende Teil jeder Experimentierfläche wird weiterhin normal bewirtschaftet. Um den Einfluss der Landnutzungsintensität auf die Biodiversität erkennen zu können, finden die Untersuchungen sowohl auf intensiv genutzten als auch auf wenig bis gar nicht genutzten Flächen statt.

In allen drei Gebieten wurden jeweils 100 Untersuchungsflächen eingerichtet, 50 in Waldbeständen und 50 auf Grünlandflächen, die als Weiden, Mähweiden und Wiesen bewirtschaftet werden.

Auf 300 Untersuchungsflächen erforschen insgesamt ca. 300 Mitarbeiter aus ca. 40 Städten und ca. 50 Institutionen in derzeit 36 Projekten Aspekte biologischer Vielfalt in Wald und Grünland. Erstmals werden Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen auf denselben Untersuchungsflächen zusammengeführt, um gemeinsame Fragestellungen zu erarbeiten. Hier arbeiten Zoologen, Botaniker, Mikrobiologen, Genetiker, Ökosystemforscher, Bodenkundler, Spezialisten für Fernerkundung, Forstwissenschaftler und Modellierer eng zusammen. Ihr Ziel ist es, ein möglichst vollständiges Bild über die funktionalen Zusammenhänge der biologischen Vielfalt zu erhalten und zukünftig auch Handlungsempfehlungen für den Erhalt der Biodiversität geben zu können.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-551 Wed, 30 Sep 2020 11:51:28 +0000 Ausgezeichnete Umweltbildung im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/ausgezeichnete-umweltbildung-im-nationalpark-hainich.html „Thüringer Qualitätssiegel Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vom Nachhaltigkeitszentrum Thüringen überreicht

Martin Abramowski vom Nachhaltigkeitszentrum (NHZ) Thüringen überreichte am 29.09.2020 Rüdiger Biehl, stellvertretender Leiter des Nationalparks Hainich und Leiter des Sachgebietes Umweltbildung und Information, das „Thüringer Qualitätssiegel Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“.  Die Träger dieses Siegels bieten bemerkenswerte, anschauliche und aktivierende Lernmöglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung für Jung und Alt. Das Hauptziel von BNE ist nicht klassische Wissensvermittlung, sondern den Teilnehmenden Fähigkeiten zu vermitteln, die diese in die Lage versetzen, ihre Zukunft selbst nachhaltig zu gestalten.

„Der Nationalpark Hainich ist, neben seiner Naturschutzfunktion, auch außerschulischer Lernort. Wir fördern mit unseren Bildungsprogrammen, dass sich die Schüler mit ihren eigenen Haltungen und Werten beschäftigen und, im besten Fall, zu einem nachhaltigen Lebensstil finden“, sagt Rüdiger Biehl. Ob sie der Geschichte des Fagati lauschen und anschließend nach seinen Spuren suchen, auf Urwaldexpedition gehen oder das Ökosystem Wald genauer unter die Lupe nehmen, beim Nationalpark Hainich gibt es das passende Programm für Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen. Allen Programmen gemein ist, dass sie durch das Erleben und – im wahrsten Wortsinn - Begreifen von Wildnis eigene Erfahrungen kreieren, ein positives Naturbewusstsein und Wertschätzung schaffen und zum selber Denken anregen.

Hintergrund:

BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Spaß an der aktiven und engagierten Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft wecken, verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können und das Handeln in einer vernetzten und verknüpften Welt zu verstehen - dafür steht BNE. Das ist in unserer Zeit wichtiger denn je, denn unsere Gesellschaft steht vor einer großen Herausforderung. Wir verbrauchen mehr Ressourcen als unser Planet auf Dauer zur Verfügung hat. Diese Ressourcen und der daraus gewonnene Wohlstand sind ungleich verteilt. BNE will jeden Einzelnen miteinbeziehen in den Prozess hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft, bei der die Interessen Mensch, Umwelt und Wirtschaft gleichberechtigt sind. Dabei sind die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks des eigenen Handelns, die Erleichterung des Zugangs zu einer guten Lebensqualität für alle und die Beteiligung an gesellschaftlichen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zentral.

Integraler Bestandteil der im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele der nachhaltigen Entwicklung ist eine globale Bildungsagenda für die Jahre 2016 bis 2030, für die die UNESCO im UN-System federführend ist. Bildung für nachhaltige Entwicklung verankert diese Ziele in der Bildung. Sie dient dem Erwerb der Fähigkeit (Gestaltungskompetenz), aktiv und selbstbestimmt an ökologischen, sozialen und ökonomischen Prozessen zur nachhaltigen Entwicklung teilzuhaben.

Das Thüringer Qualitätssiegel BNE unterstützt die Qualitätsentwicklung, Sichtbarkeit und Wertschätzung von Angeboten der BNE. Es garantiert die hohe Qualität der Angebote und ermöglicht eine kontinuierliche Weiterbildung der zertifizierten Akteure. Insgesamt gibt es 13 Träger des Qualitätssiegels. Weitere Infos unter: www.nhz-th.de

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-550 Wed, 23 Sep 2020 13:39:25 +0000 Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/commerzbank-umweltpraktikum-im-nationalpark-hainich-5.html Umweltbildung unter Corona-Bedingungen nimmt wieder Fahrt auf

Dieses Jahr war alles anders: Neben vielem anderen hat die Corona-Pandemie auch die Umweltbildungsarbeit des Nationalparks Hainich zum Erliegen gebracht. Im Frühjahr und Sommer fanden keinerlei Veranstaltungen statt, und die Arbeitsbedingungen in der Verwaltung waren stark reglementiert. Dadurch hat sich auch der sonst sommerliche Arbeitsbeginn der Commerzbank-Uumweltpraktikantinnen verschoben. Doch nun kann es losgehen! Darüber freut sich die Nationalparkverwaltung genauso wie Stefan Koch, als Marktbereichsleiter verantwortlich für die Commerzbank-Filialen in Mühlhausen und Heiligenstadt. Am 23. 9.traf er sich mit den beiden Umweltpraktikantinnen Judith Schollmeyer und Gesine Langlotz sowie Nationalparkleiter Manfred Großmann unter freiem Himmel im Nationalpark. Gemeinsam nutzten sie die Gelegenheit, in der ganz neu eröffneten Abenteuerwildnis "Im Reich des Fagati" am Baumkronenpfad nach diesem geheimnisvollen Waldwesen Ausschau zu halten.

"Seit mittlerweile über 20 Jahren ist der Nationalpark Projektpartner des Umweltpraktikums. Aufgrund dieser großen Kontinuität sind die Commerzbank-Umweltpraktikanten schon lange ein fester Bestandteil unseres Umweltbildungsteams und unverzichtbar für die erfolgreiche Umweltbildungsarbeit des Nationalparks Hainich", betont Manfred Großmann. "Die Commerzbank unterstützt die Studierenden mit einem Praktikantenentgelt und trägt die Unterkunftskosten für das dreimonatige Praktikum. Die Schutzgebiete übernehmen die fachliche Betreuung der Studierenden", erläutert Stefan Koch. "Ziel des Commerzbank-Umweltpraktikums ist die Sensibilisierung von Studierenden für nachhaltige Entwicklung und das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven im Natur- und Umweltschutz", so der Marktbereichsleiter.

Zum überwiegenden Teil sind Commerzbank-Umweltpraktikantinnen Studierende der Naturwissenschaften, die häufig bereits Erfahrungen in der Umweltbildung mitbringen. Von diesem Knowhow profitiert der Nationalpark in ganz besonderer Weise. So auch bei den derzeitigen Commerzbank-Umweltpraktikantinnen:

Im Rahmen des 5. Semesters ihres Studiums der ,,Forstwissenschaften und Waldökologie" in Göttingen freut sich Judith Schollmeyer über die Möglichkeit, 3 Monate Teil des Umweltbildungsteams der Nationalparkverwaltung zu sein. Unweit vom Hainich aufgewachsen, war der Nationalpark schon recht früh ein Begriff für sie. Der Gedanke, Gelerntes regional zu verknüpfen und den Nationalpark auch einmal abseits der schönen Wanderwege aus anderen Perspektiven zu betrachten, bewegte die 22-Jährige zu dem Praktikum im Hainich. An erster Stelle stehe dabei der Wunsch herauszufinden, mit welchen Methoden sie ein positives Naturverständnis ihrer Mitmenschen bestärken und Konflikte zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialen Anliegen lösen kann.

Gesine Langlotz ist auch seit Anfang September Commerzbank-Praktikantin. Sie studiert in einem der ersten Jahrgänge den Studiengang Umweltbildung am Bodensee. Bisher beschäftigte sich die 25-Jährige viel mit dem Thema Landwirtschaft und gibt Obstbaumschnittkurse für Erwachsene. In ihrem Praxissemester im Hainich möchte sie sich Bereichen unserer Landschaft widmen, in denen der Mensch "Natur Natur sein lässt" und wenig gestaltend eingreift. Außerdem möchte sie viele Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen in der Umweltbildung sammeln. "Dafür ist der Nationalpark Hainich genau der richtige Ort", sagt Gesine Langlotz.

Interessierte können sich jedes Jahr ab Oktober um einen der Plätze für das kommende Jahr bewerben. Die diesjährige Frist läuft bis Januar 2021. Bewerbungen für das Open-Air-Semester sind ausschließlich online unter www.umweltpraktikum.com möglich.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-549 Thu, 27 Aug 2020 09:22:50 +0000 Nationalpark Hainich erhält von Ministerin Siegesmund Auszeichnung https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/nationalpark-hainich-erhaelt-von-ministerin-siegesmund-auszeichnung.html Schulklassenprogramm "5-Sinne-Erlebnisrallye" als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Die Schulklassenführung "5-Sinne-Erlebnisrallye" wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs "Soziale Natur - Natur für alle" ausgezeichnet. Die Würdigung nahm Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund am 26.08.2020 vor. Sie überreichte den "Vielfalts-Baum", die offizielle Trophäe der UN Dekade für Biologische Vielfalt, der symbolisch für die Naturvielfalt steht, an Lisa Mäder und Sophie Büchner vom Umweltbildungsteam der Nationalparkverwaltung. Lisa Mäder hat die "5-Sinne-Erlebnisrallye" entwickelt und Sophie Büchner ist Initiatorin der Bewerbung. Eine offizielle Urkunde gab es natürlich auch noch. Die Auszeichnung wird vorbildlichen Projekten verliehen, die mit ihren Aktivitäten auf die Chancen aufmerksam machen, die die Natur mit ihrer biologischen Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bietet.

Die 5-Sinne-Erlebnisrallye ist eines der Bildungsprogramme des Nationalparks. Diese gibt es zu zahlreichen Themen rund um die Natur und den Nationalpark. Sie sind dem Alter der Schülerinnen und Schüler angepasst und entsprechen den Lehrplan-Inhalten für die jeweiligen Klassenstufen. Die 5-Sinne-Erlebnisrallye richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klasse. Hier stehen die Sinneserfahrungen mit Nase, Ohren, Augen, Mund und den Händen im Vordergrund, weshalb sie auch besonders für Schülerinnen und Schüler mit Einschränkungen geeignet ist. Sie gehört zu den beliebten Programmen und wird entsprechend häufig gebucht.

"Im Zeitraum von Mai bis Oktober sind die Umweltbildungsmitarbeiter, Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres und Praktikanten fast täglich mit Schulklassen im Nationalpark Hainich unterwegs, um Schülerinnen und Schüler für das Weltnaturerbe Buchenwälder zu begeistern. Wir freuen uns sehr, dass unsere Bildungsarbeit durch die Auszeichnung der UN Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt wird.", sagt Lisa Mäder.

Hintergrund:
Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Natur ist eine wichtige Voraussetzung für deren Schutz. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit dem Sonderwettbewerb "Soziale Natur - Natur für alle" den Blick auf die Chancen, die die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet. Ausgezeichnet werden vorbildliche Projekte an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen, die zeigen, wie konkrete Maßnahmen praktisch aussehen. Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine unabhängige Fachjury, an der Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-548 Wed, 26 Aug 2020 11:22:08 +0000 Auszeichnung für den Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/auszeichnung-fuer-den-baumkronenpfad-im-nationalpark-hainich.html Erfolgsprojekt wird 15 Jahre alt

Zum 15. Geburtstag des Baumkronenpfades gab es eine besondere Auszeichnung: Er wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs "Soziale Natur - Natur für alle" ausgezeichnet. Die Würdigung nahm Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund vor und überreichte den "Vielfalts-Baum", die offizielle Trophäe der UN-Dekade, an Michael Zilling von der Betreibergesellschaft Kur und Tourismus Bad Langensalza. Die Auszeichnung wird vorbildlichen Projekten verliehen, die mit ihren Aktivitäten die Chancen von Natur mit ihrer biologischen Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt nutzen.

Dazu erklärt Umweltministerin Siegesmund: "Der Baumkronenpfad bekommt heute die Auszeichnung als Geburtstagsgeschenk - und er hat sie wirklich verdient. Denn die drei Themenfelder dieses Sonderwettbewerbes treffen auf den Baumkronenpfad voll und ganz zu: Ein Ort im Grünen, der Menschen und Natur zusammenbringt."

Der Baumkronenpfad wurde am 26. August 2005 eröffnet und zählte bis heute knapp 2,9 Millionen Besucher. Er hat die in ihn gesetzten Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Er hat für den Hainich ein besonderes Ausrufezeichen gesetzt und zweifellos die Region bekannter und anziehender gemacht. Der Baumkronenpfad ist aber kein rein touristisches Projekt, sondern dient auch der Forschung und der Umweltbildung. In der Umweltbildung ist er eingebettet in das Gesamtkonzept des Nationalparks, integriert in den Besucherschwerpunkt Thiemsburg mit Nationalparkzentrum, Ausstellung und Wurzelhöhle, und vermittelt auf seinen verschiedenen Stationen viel Wissenswertes rund um den Wald mit seinen Bäumen.

Anja Siegesmund bedankte sich bei allen Akteuren für die geleistete Arbeit, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft. Nationalparkleiter Manfred Großmann betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den Partnern Stadt Bad Langensalza, Betreibergesellschaft und Nationalparkverwaltung: "Uns ist allen klar, dass das Projekt nur erfolgreich sein kann, wenn alle Akteure an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen. Mit dem Baumkronenpfad hat die Welterberegion Wartburg Hainich vor 15 Jahren zweifellos eine besondere Attraktion erhalten, die es hier an der Thiemsburg mit hoher Qualität weiter zu entwickeln gilt."

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

Hintergrund:
Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Natur ist eine wichtige Voraussetzung für deren Schutz. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit dem Sonderwettbewerb "Soziale Natur - Natur für alle" den Blick auf die Chancen, die die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet. Ausgezeichnet werden vorbildliche Projekte an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen, die zeigen, wie konkrete Maßnahmen praktisch aussehen. Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine unabhängige Fachjury, an der Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind.

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news-545 Thu, 30 Jul 2020 12:33:04 +0000 „Welt-Ranger-Tag“ - Weltweit werden die Ranger geehrt https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/welt-ranger-tag-weltweit-werden-die-ranger-geehrt.html Ranger Sandra, Marcus und Axel aus dem Nationalpark Hainich erklären ihre Aufgaben hier und die ihrer Kollegen in anderen Teilen der Erde

Weltweit setzen sich Ranger und Rangerinnen tagtäglich mit hohem Engagement für den Schutz der biologischen Vielfalt und die Bewahrung unserer letzten Naturschätze in den Schutzgebieten der Erde ein. Sie verstehen sich in erster Linie als Mittler zwischen Mensch und Natur und stehen in ihren Schutzgebieten in Kontakt und Austausch mit Besuchern und Landnutzern, um etwaigen Konflikten aufklärend und vermittelnd vorzubeugen. Sie sind damit die Gesichter und Botschafter ihrer Schutzgebiete. Alljährlich am 31. Juli macht der World Ranger Day (deutsch: Welt-Ranger-Tag) auf diese wichtige Arbeit der Ranger aufmerksam und ruft zum Gedenken derjenigen Ranger auf, die während ihres Dienstes verletzt oder getötet wurden. Auch im Nationalpark Hainich sind Ranger im Einsatz, glücklicherweise mit relativ ungefährlichen Aufgaben.

"Film ab!" heißt es heute im Nationalpark Hainich: In vier kurzen Videos zeigen drei Ranger des Nationalparks Hainich im wahrsten Wortsinn Gesicht. Rangerin Sandra und Ranger Marcus erklären ihre vielfältigen Aufgaben von Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit über Pflege- und Reparaturarbeiten bis hin zur Mitwirkung bei wissenschaftlichen Monitoring-Programmen und dem Streifendienst. Ranger Axel hat als Weltenbummler bereits viele Schutzgebiete der Welt gesehen. Er berichtet von den letzten Exemplaren des Panzernashorns im Kaziranga-Nationalpark in Indien, deren Schutz gegen illegale Wilderer für die dort tätigen Ranger häufig lebensgefährlich wird. Die Videos sind sowohl auf der Internetseite des Nationalparks unter www.nationalpark-hainich.de zu sehen als auch auf dem facebook-Auftritt unter www.facebook.com/NLPHainich/

"In ihrem Einsatz für die Natur und im Kampf gegen illegale Wilderei von bedrohten und streng geschützten Tierarten sowie gegen illegale Rodungen der letzten weitgehend unberührten Urwälder verlieren jährlich weit über 100 Ranger und Rangerinnen ihr Leben, auch in Europa. Laut Statistiken des Ranger-Weltverbandes und der Stiftung The Thin Green Line, die u.a. mit Hilfe gesammelter Spenden finanzielle Unterstützung für die Hinterbliebenen der im Dienst getöteten Ranger bietet, wurden zwischen 2010 und 2019 weltweit insgesamt über 1.000 Ranger im Dienst für den Naturschutz getötet", so Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Der "Welt-Ranger-Tag" wurde 2007vom Ranger-Weltverband "International Ranger Federation" ins Leben gerufen und wird von der Stiftung "The Thin Green Line Foundation" und anderen Organisationen unterstützt. The "Thin Green Line Foundation" ist eine Stiftung, die den Familien getöteter Ranger Hilfe gibt und sich für die Arbeit der Ranger weltweit einsetzt. In jedem Jahr wird ein "Role of Honor", eine Liste mit den Namen der getöteten Ranger, erstellt, um ihren Einsatz für Mensch und Natur unvergessen zu machen und ihnen ein erinnerndes Denkmal zu setzen als Zeichen der weltweiten Solidarität an der Seite der Ranger.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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