Nationalpark Hainich - Rss Feed https://www.nationalpark-hainich.de/ de Nationalpark Hainich Fri, 15 Jan 2021 15:47:47 +0000 Fri, 15 Jan 2021 15:47:47 +0000 Nationalpark Hainich news-564 Wed, 13 Jan 2021 12:32:15 +0000 2020 – auch im Hainich ein ungewöhnliches Jahr https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/2020-auch-im-hainich-ein-ungewoehnliches-jahr.html Was für ein Jahr! Zum Jahresbeginn ahnte niemand, was ein Corona-Virus in unserer Gesellschaft anrichten und alles durcheinanderwirbeln würde. Mit den Einschränkungen im Frühjahr und dann nach einer Öffnung wieder ab Spätherbst kam vieles zum Erliegen: Infostellen, Baumkronenpfad und Wildkatzendorf wurden geschlossen, Führungen und Veranstaltungen abgesagt. Feierlichkeiten waren kaum möglich oder mussten in kleinem Rahmen stattfinden. Die Schließungen haben unsere Partner in Gastronomie und Beherbergung hart getroffen.

Im Januar bekamen in Mihla 15 neue Nationalparkführer ihre Urkunde zum Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer (ZNL) überreicht. Sie verstärken damit die Freiwilligen, die sich mit Begeisterung und enormen Wissen in der Umweltbildungsarbeit des Nationalparks engagieren.

Zum 9. Jahrestag der Einschreibung als UNESCO-Welterbe am 26. Juni konnte im kleinen Kreis zusammen mit Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund an der Thiemsburg der neue Rundwanderweg "Waldpromenade" eröffnet werden. Im Herbst erhielt dieser Rundwanderweg ein Zertifikat als barrierefreier Weg. Weitere Auszeichnungen erhielt der Nationalpark für das Projekt "5-Sinne-Rallye" im Rahmen der UN-Dekade "Biologische Vielfalt" sowie für seine Umweltbildungsarbeit als "Qualitätssiegel Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Ende Juni konnte wie in den vergangenen Jahren die Sonderausstellung "Glanzlichter" auf der Thiemsburg eröffnet werden und zeigte die Siegerbilder dieses großen Fotowettbewerbs.

Der Baumkronenpfad wurde am 26.08.2005 eröffnet und ist damit 15 Jahre alt geworden. Fast 3 Millionen Besucher konnten bisher gezählt werden, Anlass eigentlich für eine große Feier. Mit Ministerin Anja Siegesmund fand am Jubiläumstag zumindest eine kleine Feier statt.

Am 20. September, dem Weltkindertag, wurde an der Thiemsburg - ohne Feier - die Abenteuer-Wildnis "Im Reich des Fagati" der Öffentlichkeit übergeben. Im Oktober wurde dort außerdem eine Infotafel für die Partnerbetriebe des Nationalparks aufgestellt, um auf deren besondere Angebote und Leistungen aufmerksam zu machen.

Ein weiterer Wanderweg, der "Aurinia-Pfad", ist in Vorbereitung und wird jetzt im Frühjahr eröffnet. Er führt durch den Lebensraum seltener Schmetterlinge, darunter den namensgebenden Aurinia-Falter. Ausgangspunkt ist ein neuer Parkplatz bei Bolleroda auf der Westseite.

Ein großes Thema war und ist der durch den Klimawandel ausgelöste Prozess in den Wäldern, auch im Hainich, wo selbst Buchen abgestorben sind. Ein Schwerpunkt der Arbeit der Nationalparkwacht lag dabei bei der Wahrnehmung der Verkehrssicherung an den Wanderwegen und Aufenthaltsorten der Besucher. Dabei mussten zahlreiche durch die Trockenheit abgestorbene Bäume zu Fall gebracht werden. 2020 war hier das Wetter zwar nicht so extrem wie 2018 und 2019, aber eine Erholung der Waldbestände war nicht festzustellen. Es wurden erste Forschungsprojekte gestartet und Befliegungen zur Dokumentation durchgeführt. 2021 werden am Wanderweg Sulzrieden Infotafeln zum Thema "Klimawandel" aufgestellt.

Im Nationalpark war seit Sommer ein erhöhtes Besucheraufkommen festzustellen; z.T. wurden an den Parkplätzen doppelt so viele Menschen gezählt wie letztes Jahr. Über das ganze Jahr betrachtet waren es 23 % mehr als 2019. Besonders auffällig waren die vielen Radfahrer. Bei den Parkplatzzählungen war eindeutig ein Corona-Effekt festzustellen. Normalerweise werden im Hainich zwei Besucherspitzen registriert: Im Frühjahr aufgrund des Laubaustriebs und der Frühblüher sowie im Herbst wegen der Laubfärbung. 2020 war aber die Auslastung von April bis Oktober fast gleichbleibend. Das übliche "Sommerloch", wenn die Menschen weniger in den Wald als vielmehr an Seen und das Meer gehen, trat nicht auf.

Auch die Besucherzahlen im Wildkatzendorf und am Baumkronenpfad waren im Herbst sehr hoch. Am Baumkronenpfad wurden knapp 143.000 Besucher gezählt (Zahlen freundlicherweise vom Betreiber KTL zur Verfügung gestellt). Dies entspricht einem Rückgang um rund 7.000 Besucher gegenüber dem Vorjahr, also ca. 5 %, obwohl der Pfad an mehr als 100 Tagen Corona-bedingt geschlossen hatte. In den Sommermonaten waren es 16 % mehr Besucher als im Vorjahr. So war der Juli 2020 der besucherstärkste Juli seit 2011. Im Oktober, meist der besucherstärkste Monat, waren es 2020 fast 40.000 Menschen, womit dies der besucherstärkste Oktober seit 2014 war. Die Besucherzahlen im Wildkatzendorf lagen trotz zeitweiliger Schließung mit rund 28.000 etwas über dem Vorjahr. Ob es am kleinen Luchs lag? Es hatte sich nämlich, zunächst unbemerkt, Nachwuchs eingestellt: Das dort erst seit 2019 lebende, noch recht junge Luchspaar hat ein Jungtier, das sich gelegentlich auch schon Besuchern gezeigt hat.

Insgesamt wurden damit im Nationalpark Hainich 320.000 Besucher gezählt (zum Vergleich: 2019 waren es 315.000).

Noch immer festzustellen war ein erstmals im August 2019 in einer Fotofalle erfasster Goldschakal, ein Neunachweis für Thüringen. Zwischenzeitlich war vermutlich immer dasselbe Individuum mehrfach fotografiert worden, zuletzt im Oktober 2020. In der Größe liegt der Goldschakal zwischen Fuchs und Wolf. Wenig überraschend, da erwartet, konnte 2020 der Wolf erstmals auf der Nationalparkfläche sicher mit Hilfe einer Fotofalle nachgewiesen werden.

Eine kleine Sensation war ein neuer Brutvogel, noch dazu eine besonders große und attraktive Art: der Kranich! Nicht gerade typisch für Buchenwälder hat er im Offenland des Nationalparks in einem verlandeten Gewässer gebrütet. Für Thüringen und gerade für Westthüringen ist dieser Nachweis etwas ganz Besonderes, da der Kranich als Brutvogel hier bisher nicht vorkam.

In Vorbereitung in der Nationalparkverwaltung ist der neue Nationalparkplan 2020. Zielstellung hier ist es, spätestens im 1. Quartal 2021 die interne Diskussion sowie die Abstimmung mit dem Ministerium abgeschlossen zu haben, so dass im 2. Quartal 2021 eine öffentliche Beteiligung erfolgen kann. Hier besteht auch für die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit, Vorschläge für die weitere Entwicklung des Nationalparks einzubringen.

Das Motto des Hainich und aller Nationalparke in Deutschland "Natur Natur sein lassen" liest sich leichter als es umgesetzt werden kann. Nicht nur das Klima in der Atmosphäre, sondern auch das Klima in der Gesellschaft hat sich verändert und wirkt sich selbst im Nationalpark aus. Zunehmend ist eine gewisse Rücksichtslosigkeit festzustellen: Verbote werden nicht akzeptiert, ein höflicher Hinweis eines Rangers darauf wird mit einer Beleidigung beantwortet, Radfahrer befahren entgegen den gesetzlichen Regelungen im Nationalpark einfach alle Wege. Wo einem Wege nicht passen, wird Hand angelegt und werden Stämme zerlegt, so passiert im Langen Tal, wo 30 Stämme mit der Motorsäge zerschnitten wurden. Zählgeräte, um Besucherbewegungen zu erfassen und zu analysieren, wurden bewusst zerstört, mit einem Schaden von mehr als 10.000 Euro. Offensichtlich gelingt es nicht bei allen Besuchern, über die Umweltbildungsarbeit des Nationalparks die Werte und Einzigartigkeit des Gebietes zu vermitteln und hieraus verantwortliches Verhalten zu fördern.

"Der Nationalpark Hainich ist ein Kleinod unter den deutschen Nationalparken. 2021 wird es 10 Jahre, dass er aufgrund seiner Einzigartigkeit sogar in die exklusive Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. Ein Grund für Anwohner und Besucher, stolz darauf zu sein und den Besuch zu genießen. Das rücksichtslose Durchsetzen von Ego-Interessen hat hier aber nichts verloren. Ich wünsche mir mehr vernünftiges und verantwortungsbewusstes Verhalten.", so Nationalparkleiter Manfred Großmann mit einem eindrücklichen Appell.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-562 Mon, 07 Dec 2020 12:18:10 +0000 Neuer Ranger im Nationalpark ist ein “Hainich-Gewächs” https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/neuer-ranger-im-nationalpark-ist-ein-hainich-gewaechs.html Ehemaliger FÖJler Felix Heck ist nun Teil der Nationalparkwacht

Felix Heck ist gerade einmal vier Tage älter als der Nationalpark Hainich. Als neuer Ranger in der Nationalparkwacht hat er damit schon einmal alle Schmunzler auf seiner Seite. Außerdem ist Felix Heck ein echtes "Hainich-Gewächs", denn er ist im Nationalpark kein Unbekannter. Bereits während seines Freiwilligen Ökologischen Jahres (kurz: FÖJ) 2016/17 hat er Kindern und Jugendlichen den Lebensraum Buchenwald nähergebracht. In dieser Zeit ist auch der Wunsch in ihm gewachsen, einen sogenannten "Grünen Beruf" zu erlernen. Seine Ausbildung als Forstwirt absolvierte er erfolgreich bei der ThüringenForst AöR.

"Ich freue mich sehr, wenn wir Jugendliche auf ihrem Weg in das Erwachsensein begleiten und dabei mit unserer einzigartigen Natur begeistern können. Um zu schauen, wohin der Weg in der Berufswelt gehen kann, sind Praktika immer eine gute Möglichkeit. Wir bieten jedes Jahr mehrere Plätze für FÖJler und Commerzbank-Umweltpraktikanten an. Ich kann junge Menschen mit Interesse für die Natur nur ermutigen, sich bei uns zu bewerben. Dass das zu einem abwechslungsreichen und sicheren Arbeitsplatz führen kann, sieht man bei Felix", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Die Aufgaben von Felix Heck werden sehr vielfältig vom Streifendienst bis zur Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung sein. Im kommenden Jahr wird ein Einsatzschwerpunkt beim Nationalparkstand auf der Bundesgartenschau in Erfurt sein.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-561 Thu, 19 Nov 2020 12:14:36 +0000 Nachruf auf den Ranger Ronald Demuth https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/nachruf-auf-den-ranger-ronald-demuth.html Ronald Demuth war viele Jahre als Waldarbeiter im Holzeinschlag tätig. 2008 wechselte er in den Nationalpark und trat seinen Dienst als Ranger an. Er gehörte zunächst eher zu den schweigsameren Mitarbeitern. Er war lieber in der Natur unterwegs als bei Beratungen. Sein großes Interesse dort galt den Schmetterlingen und anderen Insektengruppen. Nicht nur bei der Erfassung bewies er große Ausdauer, sondern auch bei Fotoaufnahmen, wenn es zum Beispiel galt, eine seltene Libelle im Nationalpark mit einem Foto zu dokumentieren. Von seinen Erfassungen und Fotos erzählte er gerne und öffnete sich so im Laufe der Jahre immer mehr. Sein bei der Arbeit erworbenes Fachwissen wurde größer und größer. Was anfangs kaum für möglich gehalten wurde, trat dann ein: Ronald Demuth konnte Schulklassen führen und mit großer Begeisterung seine Fachkenntnisse vermitteln. Es war zu spüren, dass er hier in seiner Arbeit voll und ganz aufgegangen war. Er hatte hier im Nationalpark ein Betätigungsfeld gefunden, wo ihm die Mitarbeit bei Forschung und Monitoring, beim Schutz der Vielfalt im Hainich, große Freude bereitete. Sein Tod, weniger Wochen vor seinem Ruhestand, hat dieser Arbeit ein jähes Ende bereitet.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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spezielle Hinweise
news-560 Tue, 17 Nov 2020 13:01:19 +0000 Waldpromenade erhält die Auszeichnung “Barrierefreiheit geprüft” https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/waldpromenade-erhaelt-die-auszeichnung-barrierefreiheit-geprueft.html Zertifikat nach dem bundesweit gültigen Kennzeichnungssystem "Reisen für alle"

Die Waldpromenade im Nationalpark Hainich wurde nach dem Kennzeichnungssystem "Reisen für Alle" zertifiziert und erhielten nun die Auszeichnung "Barrierefreiheit geprüft". Ab sofort darf die Nationalparkverwaltung den Wanderweg mit diesem Prüfsiegel für Menschen mit Gehbehinderungen und Rollstuhlfahrer präsentieren. Teilweise barrierefrei ist er für Menschen mit Sehbehinderungen und Blinde. Vergeben wurde das Zertifikat von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) und dem Deutschen Seminar für Tourismus Berlin e.V. (DSFT).

Bei der Zertifizierung selbst ist die Einteilung in Gästegruppen von zentraler Bedeutung - von Mobilitätseinschränkungen über Sinnesbehinderungen bis zu kognitiven Einschränkungen werden dabei insgesamt sieben Gruppen unterschieden. Zur Bewertung der Barrierefreiheit werden die Einrichtungen auf unterschiedliche, insbesondere bauliche Merkmale geprüft. Insgesamt sind etwa 200 Kriterien zur Prüfung auf Barrierefreiheit im Kennzeichnungssystem "Reisen für Alle" gelistet. Für Rollstuhlfahrer ist so beispielsweise eine Durchgangsbreite von mindestens 150 Zentimetern und eine maximale Neigung von 6 % zu gewährleisten; für Menschen mit Sehbehinderung und Blinde müssen Assistenzhunde erlaubt, kontrastreiche Beschilderungen vorhanden und ein unterbrechungsfreies Wegeleitsystem vorhanden sein. Selbstverständlich darf es grundsätzlich keine Hindernisse oder Gefahrenstellen geben. Eingestuft werden die Gegebenheiten jeweils in "teilweise barrierefrei" und "barrierefrei". Die Kennzeichnung "teilweise barrierefrei" wird gekennzeichnet mit dem "i" im Piktogramm. Es steht für den Hinweis an den Gast, sich vor dem Besuch zu informieren, ob das Angebot den individuellen Bedürfnissen gerecht wird.

In Deutschland leben etwa 10 Millionen Menschen mit einer Behinderung - für 10 Prozent der Bevölkerung ist Barrierefreiheit unentbehrlich, für 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent ist sie Qualitäts- und Komfortmerkmal. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern insbesondere auch Menschen, die altersbedingt in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und dennoch gern und viel reisen. Und was für Rollstuhlfahrer gut zugänglich ist, lässt sich beispielsweise auch bequem für Familien mit Kinderwagen besichtigen. "Der Nationalpark hat - wie die gesamte touristische Destination - die Bedeutung der Barrierefreiheit bereits seit langem erkannt und gehört zu den Vorreitern des barrierefreien und komfortablen Naturerlebens in Deutschland. Thematisch ergänzt und erweitert die Waldpromenade die bereits inszenierten und barrierefreien Highlights im Bereich der Thiemsburg: den "Weg zum Himmel" mit dem Baumkronenpfad und den "Weg in die Erde" mit der Wurzelhöhle im Nationalparkzentrum, woraus sich ein herausragendes touristisches Kompaktangebot für Alle ergibt, räumlich konzentriert an der Thiemsburg und dadurch hervorragend geeignet für einen Tagesausflug, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln", so Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Hintergrund:
"Reisen für Alle" ist ein bundesweit gültiges Kennzeichnungssystem für barrierefreie Angebote, z.B. für Tourist-Informationen, Hotels, kulturelle Einrichtungen, Restaurants oder Gastronomiebetriebe. Es wurde im Rahmen eines Projekts vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e. V. und dem Verein Tourismus für Alle Deutschland e. V. (NatKo) sowie vielen weiteren Projektpartnern entwickelt und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Dieses besondere Gütesiegel soll Vertrauen und Transparenz für viele Besuchergruppen schaffen. Seit März 2020 setzen alle Bundesländer und eine Hotelkooperation das Kennzeichnungssystem ein.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-558 Wed, 11 Nov 2020 12:17:54 +0000 Das Welterbe-Programm für die Schulen kommt in diesem Jahr digital https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/das-welterbe-programm-fuer-die-schulen-kommt-in-diesem-jahr-digital.html  

Commerzbank-Umweltpraktikantin Judith berichtet von einem Tag im Hainich

Nach nun 2 Monaten gemeinsamer Arbeit sind die beiden FÖJlerinnen Pauline und Aniela und ich als Commerzbank-Umweltpraktikantin schon ein eingespieltes Team. Nachdem wir zum Abschluss der Saison noch einige Führungen gemeinsam vorbereitet und geleitet haben, bricht nun eine vermeintlich ruhigere Zeit an. Der Schulklassenplaner, in dem alle Anmeldungen registriert werden, ist komplett leer. Die Arbeit geht dennoch nicht aus und es gilt, dieses Jahr noch verschiedene Projekte vorzubereiten. Allen voran unser Weltnaturerbe-Programm, welches wir dieses Jahr in digitaler Form an die Lehrer schicken.

Gar nicht so einfach, aber zum Glück gibt es Technik, die uns ermöglicht, ein Stück ,,Urwald" in die Klassenzimmer zu bringen. Entschieden haben wir uns dabei für ein Report-Format, in welchem Aniela und Pauline die Rolle der Journalistinnen übernehmen. Und so haben wir auch heute wieder die Chance, bei schönem Wetter durch den Nationalpark zu streifen.

Bewaffnet mit Skript, Mikro und Kamera geht es los Richtung Wald. Oft braucht es mehrere Anläufe, ehe wir mit einer Szene zufrieden sind. Doch wir können gut über uns selbst lachen und nehmen unsere Pannen mit Humor.

Den restlichen Vormittag sind wir mit der Aufzeichnung von Detailaufnahmen und Gesprächen beschäftigt. Nachdem wir uns genügend nutzbares Material versprechen und sich der Kamera-Akku dem Ende seiner Kapazitäten nähert, machen wir uns zurück nach Bad Langensalza ins Büro.

Unsere Mittagspause, die wir sonst nach einer Schulklassenführung zu gern in den schönen Ecken das Nationalparks verbracht haben, verlegen wir im Hinblick auf die sinkenden Temperaturen gern vor eine Heizung.

Gestärkt setzen wir uns an die Sortierung unserer Videos und nehmen eine letzte Bearbeitung für das Skript unseres morgigen Drehtages vor. Denn dann treffen wir Sandra, die Rangerin im Hainich. Sie hat unseren neugierigen Journalistinnen allerhand Spannendes zu erzählen.

Also dann: Kamera läuft...und bitte!

Judith Schollmeyer
Commerzbank-Umweltpraktikantin

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Praktikanten-Tagebuch
news-559 Tue, 10 Nov 2020 13:40:00 +0000 Disput um Zahlen - Erläuterungen zur Waldinventur im Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/disput-um-zahlen-erlaeuterungen-zur-waldinventur-im-hainich.html Leisten bewirtschaftete Wälder oder Waldwildnis mehr für den Klimaschutz?

Zahlen aus der Waldinventur des Nationalparks Hainich spielen bei dieser viel diskutierten Frage bei der Veröffentlichung von Schulze et al. (2020) eine zentrale Rolle. Als Referenzwert für den Zuwachs unbewirtschafteter Wälder in Deutschland wird hier ein Wert von 0,4 m3/ ha/ Jahr verwendet. Dabei wird Bezug genommen auf unseren Band Erforschen 3 (Nationalpark-Verwaltung 2012). Zentrales Ergebnis von Schulze et al. ist, dass die durch Holznutzung eingesparten C02-Emissionen das Zehnfache dessen ausmachen würden, was über den Aufbau an Holzvorräten im nutzungsfreien Wald (am Beispiel Hainich) gebunden wird. Die Veröffentlichung von Schulze et al. hat zu einem wissenschaftlichen Disput geführt. Zentraler Kritikpunkt ist die Verwendung des genannten Zuwachswertes von 0,4 m3/ ha/ Jahr. Würde in der Herleitung von Schulze et al. ein anderer Wert genommen (s. nachfolgende Erläuterung), würde sich das zentrale Ergebnis komplett umdrehen und dem nutzungsfreien Wald einen größeren Beitrag zum Klimaschutz zuweisen als dem Wirtschaftswald. Da diese Frage von großem Interesse ist und Zahlen aus der Waldinventur im Hainich die Basis sind, sollen zum besseren Verständnis der Diskussion nachfolgend die Zahlen der Waldinventur erläutert werden.

Für die Waldinventur im Nationalpark Hainich kommt ein stichprobenbasiertes Verfahren zur Anwendung. Die Stichprobenpunkte wurden zufällig ausgewählt, indem das gesamte Schutzgebiet mit einem Gitternetz überzogen wurde, dessen Gitternetz-Linien einen Abstand von 200 m aufweisen. Die Schnittpunkte der Gitternetzlinien sind die Mittelpunkte der Stichprobenflächen. Für die gesamte Nationalpark-Fläche wurden so 1.902 Stichprobenpunkte definiert.

Im Jahr 2000 erfolgte die Erstaufnahme. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Waldfläche im Nationalpark gemäß Wald-Biotopkartierung 5.015 ha; in dieser waren 1.200 (von 1.902) Stichprobenpunkten verortet. Auf den betreffenden 1.200 Probeflächen wurde das lebende Derbholz (sowie weitere Komponenten) erfasst. Es ergab sich ein durchschnittlicher Wert für die lebende Derbholzmasse von 363,5 m3/ ha für die o. g. Waldfläche.

Im Jahr 2010 erfolgte die erste Wiederholungsaufnahme. Da die Waldfläche mittlerweile durch natürliche Sukzession größer geworden war (5.287 ha zu 5.015 ha 10 Jahre vorher), wurden jetzt 1.421 Stichprobenpunkte aufgenommen, die insgesamt hier verortet sind. Für die Waldfläche zum Stichtag 01.01.2010 ergab sich ein durchschnittlicher Wert für die lebende Derbholzmasse von 367,5 m3/ ha.

Die Ermittlung des Zuwachses für eine konkrete Waldfläche in einer bestimmten Periode erfolgt durch Vergleich der Derbholzmasse zu Beginn und am Ende der Periode (ggf. unter Berücksichtigung der hier geernteten Derbholzmenge).

Für die Waldfläche zum Stichtag 01.01.2000 (5.015 ha) war die lebende Derbholzmasse zu Beginn der Periode (also 2000) 363,5 m³/ha und zum Ende (2010) 453,0 m³/ha. Die Differenz und somit der Zuwachs in der Periode 2000-2010 beträgt 85,5 m³/ha, das entspricht einem jährlichen Zuwachs von 8,55 m³/ha > rd. 9 m3/ha.

Für die Waldfläche zum Stichtag 01.01.2010 (5.287 ha) wurde eine lebende Derbholzmasse von 367,5 m³/ha ermittelt. Für die Ermittlung des Zuwachses ist dabei folgendes zu beachten: Auf dieser Fläche von 5.287 ha betrug die lebende Derbholzmasse im Jahr 2000 nicht 363,5 m³/ha, sondern nur 306 m³/ha. Dieser Wert ergibt sich, da für die 221 Probepunkte, die 2010 neu erfasst wurden (da jetzt Waldfläche), im Jahr 2000 eine lebende Derbholzmasse von 0 m³/ha anzusetzen ist (da zu diesem Zeitpunkt noch kein Derbholz vorhanden war); 2010 wurde für diese 221 Punkte ein durchschnittlicher Vorrat von 32,7 m³/ha errechnet. Für die 2010 insgesamt untersuchte Waldfläche beträgt die Differenz der ermittelten Anfangs- und Endvorräte resp. der Zuwachs in der Periode 2000-2010 somit 61,5 m³/ha, das entspricht einem jährlichen Zuwachs von 6,15 m³/ha > rd. 6 m3/ha.

Wenn man wie bei Schulze et al. die ermittelten Derbholzmassen 2000 und 2010 vergleicht, scheint auf den ersten Blick in 10 Jahren kaum ein Zuwachs erfolgt zu sein (rein rechnerisch lediglich ein periodischer Zuwachs von 4 m³/ha, was einem jährlichen Zuwachs von 0,4 m3/ ha entsprechen würde - das ist die Zahl, die bei Schulze et a. als Referenz verwendet wird). Ein reiner Vergleich dieser Zahlen führt aber völlig in die Irre, da es sich wie dargestellt um unterschiedliche Waldbezugsflächen mit einer anderen Zahl von Stichprobenpunkten handelt. Für die Ermittlung des periodischen Zuwachses dürfen nur jeweils die gleichen (identischen) Waldflächen verglichen werden.

Vergleicht man nur die 1.200 Punkte, die sowohl 2000 und 2010 erfasst wurden, ergibt sich für 2010 ein Wert von 453 m3/ ha, was einer mittleren Vorratszunahme von 9 m3/ ha/ Jahr entspricht. Dies ist auch ein Wert, der auf solch nährstoffreichen Standorten wie dem Hainich zu erwarten war.

Bei einem korrekten Vergleich der gesamten Waldfläche 2010 mit 2000 ergibt sich ein jährlicher Zuwachs von 6 m3/ ha/ Jahr. Selbst unter Berücksichtigung der vielen Jungwaldflächen im Hainich, die 2000 noch keinen Wald aufwiesen, mit sehr niedrigen Vorratszahlen und geringen Zuwächsen, liegt damit die Vorratszunahme noch immer beim 15-fachen der in der Veröffentlichung von Schulze et al. verwendeten Zahl von 0,4 m3/ ha.

Manfred Großmann
Leiter

Quellen:
Nationalpark-Verwaltung Hainich (2012): Waldentwicklung im Nationalpark Hainich. Ergebnisse der ersten Wiederholung der Waldbiotopkartierung, Waldinventur und der Aufnahme der vegetationskundlichen Dauerbeobachtungsflächen. Erforschen Band 3, Bad Langensalza, 166 S.

Schulze ED, Sierra CA, Egenolf V, et al. The climate change mitigation effect of bioenergy from sustainably managed forests in Central Europe. GCB Bioenergy. 2020; 12: 186-197. https://doi.org/10.1111.Gcbb.12672

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spezielle Hinweise
news-557 Thu, 05 Nov 2020 09:24:11 +0000 Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/commerzbank-umweltpraktikum-im-nationalpark-hainich-6.html Jetzt bewerben für ein Frischluft-Semester

Wer hat Lust, Besuchern des Nationalparks aus nah und fern das UNESCO-Weltnaturerbe Hainich näherzubringen? Wer möchte mit Kindern und Jugendlichen im Hainich unterwegs sein, ihnen die Nationalpark-Idee, Tiere und Pflanzen spielerisch, sinnlich und wissenschaftlich vermitteln? Im Rahmen des Commerzbank-Umweltpraktikums sind auch im kommenden Jahr vier Stellen im Nationalpark Hainich zu vergeben. Ab sofort sind Bewerbungen möglich.

Gesucht werden Studierende, die für 3 Monate, oder im Rahmen eines studentischen Pflichtpraktikums gern auch länger, aktiv werden möchten. Unterkunft und ein monatliches Entgelt werden von der Commerzbank finanziert. Studentinnen und Studenten aller Fachrichtungen, die Begeisterung für die Natur hegen und gern ihr Wissen an andere weitergeben möchten, sind angesprochen. Geboten wird im Nationalpark Hainich ein abwechslungsreiches Praktikum, während dessen viele praktische Erfahrungen in einer Nationalparkverwaltung gesammelt und eigene Projekte in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit realisiert werden können. 2021 steht die BUGA besonders im Fokus der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks sein. Auch hier wird ein Einsatzschwerpunkt des Commerzbank-Umweltpraktikums liegen.

Wer Interesse an einer "Mitarbeit auf Zeit" im Nationalpark Hainich hat, kann sich bis zum 15. Januar 2021 auf www.umweltpraktikum.com online bewerben. Ansprechpartnerin in der Nationalparkverwaltung ist Carolin Mölich (Carolin.Moelich@nnl.thueringen.de).

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-556 Thu, 22 Oct 2020 15:18:37 +0000 Große Informationstafel an der Thiemsburg stellt Nationalpark-Partner vor https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/grosse-informationstafel-an-der-thiemsburg-stellt-nationalpark-partner-vor.html Qualität, gelebte Regionalität und Umweltbewusstsein

Seit einigen Tagen steht eine große Informationstafel auf dem Weg zum Nationalparkzentrum Thiemsburg. Sie informiert über ganz besondere Betriebe: die Nationalpark-Partner. Der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl und Martin Fromm, Vorsitzender des Welterberegion Wartburg Hainich e.V., nahmen am 21.10.2020 die Vorstellung der Tafel zum Anlass, um über die Nationalpark-Partner-Initiative zu informieren und für sie zu werben.

Nationalpark-Partner sind Betriebe, die sich für eine nachhaltige touristische Entwicklung in ihrer Region engagieren und zugleich Botschafter ihrer Nationalen Naturlandschaft sind. Derzeit 14 Partnerbetriebe arbeiten eng mit dem Nationalpark Hainich zusammen, sind mit dessen Neuigkeiten und Angeboten vertraut und bieten aktuelles Informationsmaterial an. Sie identifizieren sich in besonderer Weise mit der Natur und Landschaft des Nationalparks Hainich und seiner Region und fühlen sich der Philosophie und den Zielen des Nationalparks, des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal und der Welterberegion Wartburg Hainich verpflichtet. Die Nationalpark-Partner stehen für Qualität, gelebte Regionalität und Umweltbewusstsein. Der Schutz der Umwelt und die Unterstützung der Regionalentwicklung sind besondere Anliegen der Nationalpark-Partner. So wird selbstverständlich auf Einwegverpackungen verzichtet, wird auf regionale Produkte wert gelegt und werden Informationen zur umweltgerechten Mobilität der Gäste angeboten.

"Auf unserer neuen Informationstafel gibt es noch den ein oder anderen freien Platz. Das ist an dieser Stelle wortwörtlich zu nehmen, denn wir freuen uns über jeden interessierten Betrieb, der sich für nachhaltigen Tourismus einsetzen und Nationalpark-Partner werden möchte", sagt Rüdiger Biehl.

Hintergrund:
Seit 2008 engagieren sich deutschlandweit die Partner der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks für eine nachhaltige touristische Entwicklung in ihrer Region und sind zugleich Botschafter ihrer Nationalen Naturlandschaften. Diese Partnerbetriebe werden nach bundesweit einheitlichen Qualitäts- und Umweltstandards ausgezeichnet. In 30 Initiativen bieten derzeit über 1.400 Partner in ganz Deutschland
nachhaltige Angebote für Übernachtungen, Gastronomie, Handwerk, Naturerlebnisse und vieles mehr.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-555 Thu, 15 Oct 2020 09:35:00 +0000 Veranstaltung „Herbstzauber im Hainich“ fällt coronabedingt aus https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/veranstaltung-herbstzauber-im-hainich-faellt-coronabedingt-aus-1.html Einhaltung von Mindestabständen nicht möglich

Die beliebte Fackelwanderung mit Nationalparkführerin und Kräuterfee Susanne Merten entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum wahren Besuchermagnet. Bis zu 150 Besucherinnen und Besucher kamen, um sich den Hainich von seiner herbstlichen Seite anzuschauen, den Geschichten und viel Wissenswerten von Susanne Merten zu lauschen oder auch der speziellen Herbstzauber-Kinderführung vom Umweltbildungsteam des Nationalparks beizuwohnen. Bei einem derart hohen Besucheraufkommen ist es aber nicht möglich, Mindestabstände einzuhalten oder auch das Tragen von Mund-Nase-Masken bzw. das Einhalten von Hygieneregeln zu kontrollieren. Daher fällt diese Veranstaltung in diesem Jahr aus.

"Leider müssen wir die beliebte Führung "Herbstzauber im Hainich" absagen. In Zeiten täglich steigender Corona-Neuinfektionen ist es unverantwortlich, bewusst eine große Anzahl von Menschen an einem Ort zu versammeln. Daher rechnen wir mit dem Verständnis unserer Besucherinnen und Besucher", sagt der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl. "Was nicht abgesagt ist, ist der Herbst. Er kann in diesem Monat überall, besonders zauberhaft natürlich bei uns im Hainich, gespürt und betrachtet werden", so Rüdiger Biehl weiter.

Leuchtend bunt färben sich derzeit die Laubwälder im Hainich. Eine individuelle Wanderung auf einem der 21 Rundwanderwege ist in dieser Jahreszeit ganz besonders reizvoll. Die Länge der Wanderwege variiert von 1,2 km (Waldpromenade) bis 12 km (Betteleichenweg). Da ist ganz sicher für jede Wanderlust der richtige Weg dabei.

Weitere Informationen zu Wanderwegen und herbstlichen Veranstaltungen im MITMACHEN-Programm.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-554 Thu, 15 Oct 2020 08:48:29 +0000 Veranstaltung „Herbstzauber im Hainich“ fällt coronabedingt aus https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/veranstaltung-herbstzauber-im-hainich-faellt-coronabedingt-aus.html Einhaltung von Mindestabständen nicht möglich

Die beliebte Fackelwanderung mit Nationalparkführerin und Kräuterfee Susanne Merten entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum wahren Besuchermagnet. Bis zu 150 Besucherinnen und Besucher kamen, um sich den Hainich von seiner herbstlichen Seite anzuschauen, den Geschichten und viel Wissenswerten von Susanne Merten zu lauschen oder auch der speziellen Herbstzauber-Kinderführung vom Umweltbildungsteam des Nationalparks beizuwohnen. Bei einem derart hohen Besucheraufkommen ist es aber nicht möglich, Mindestabstände einzuhalten oder auch das Tragen von Mund-Nase-Masken bzw. das Einhalten von Hygieneregeln zu kontrollieren. Daher fällt diese Veranstaltung in diesem Jahr aus.

"Leider müssen wir die beliebte Führung "Herbstzauber im Hainich" absagen. In Zeiten täglich steigender Corona-Neuinfektionen ist es unverantwortlich, bewusst eine große Anzahl von Menschen an einem Ort zu versammeln. Daher rechnen wir mit dem Verständnis unserer Besucherinnen und Besucher", sagt der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl. "Was nicht abgesagt ist, ist der Herbst. Er kann in diesem Monat überall, besonders zauberhaft natürlich bei uns im Hainich, gespürt und betrachtet werden", so Rüdiger Biehl weiter.

Leuchtend bunt färben sich derzeit die Laubwälder im Hainich. Eine individuelle Wanderung auf einem der 21 Rundwanderwege ist in dieser Jahreszeit ganz besonders reizvoll. Die Länge der Wanderwege variiert von 1,2 km (Waldpromenade) bis 12 km (Betteleichenweg). Da ist ganz sicher für jede Wanderlust der richtige Weg dabei.

Weitere Informationen zu Wanderwegen und herbstlichen Veranstaltungen im MITMACHEN-Programm unter www.nationalpark-hainich.de

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-553 Wed, 14 Oct 2020 12:44:32 +0000 Biodiversitäts-Exploratorium Hainich-Dün bekommt waldbegeisterte neue Leiterin https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/biodiversitaets-exploratorium-hainich-duen-bekommt-waldbegeisterte-neue-leiterin.html Forschung in der Heimat des Weihnachtsmannes oder im Hainich - Hauptsache im Wald

Dr. Anna Katharina Franke ist die neue Leiterin des Biodiversitäts-Exploratoriums Hainich-Dün in Elternzeitvertretung von Dr. Juliane Vogt. Das Forschungsprojekt untersucht den Einfluss von Landnutzung und Bewirtschaftungsform auf die biologische Vielfalt unserer heutigen Landschaft, auch Biodiversität genannt, aber auch die Folgen einer sich verändernden Biodiversität für die Kreisläufe des Lebens. Die Hainich-Dün Region ist dabei geprägt von ausgedehnten Buchenwäldern; alle typischen Bewirtschaftungsformen sowie auch großflächig nicht genutzte Waldflächen - im Nationalpark Hainich - kommen hier vor und bieten somit alle Voraussetzungen für das Forschungsprojekt

Der Wald hat die gebürtige Harzerin von klein auf begleitet. Nach ihrem Geographie-Studium führte Frau Dr. Franke ihre Doktorarbeit sogar in die Nadelwälder von Finnisch-Lappland am Polarkreis, ganz genau nach Rovaniemi, der Heimatort des Weihnachtsmannes.

"Nach Abschluss meiner Doktorarbeit in einem waldökologischen Forschungsbereich und als Kind einer Försterfamilie war es mir besonders wichtig, auch im Anschluss weiter mit und im Wald arbeiten zu können. Die Arbeit im Local Management Team Hainich bietet mir jeden Tag die Möglichkeit, bei verschiedenen ökologischen Forschungsprojekten hinter die Kulissen zu schauen und viele für mich neue Aufgabenfelder kennen zu lernen", so die 32-Jährige. Ihre Hauptaufgabe wird die Kommunikation mit verschiedenen Akteuren vor Ort sein, sowohl mit Forschern als auch Landnutzern. In diesem Rahmen wurde jüngst auch die neue Forschungsvereinbarung für die Phase 2020 bis 2023 mit dem Nationalpark Hainich unterzeichnet und damit die Unterstützung in der Biodiversitätsforschung und Bereitstellung von Forschungsergebnissen festgeschrieben. Ebenso gehört die Koordination der Untersuchungen auf den Flächen zur Tätigkeit der Teamleiterin. Das kann zuweilen zur Mammutaufgabe werden.

Hintergrund:

Für die Forschungsarbeit der Biodiversitäts-Exploratorien wurden drei großräumige Forschungslandschaften, sogenannte Exploratorien, gewählt. Eine liegt im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg, eine weitere in und um den Nationalpark Hainich und eine dritte im Biosphärengebiet Schwäbische Alb in Baden-Württemberg. Diese drei Gebiete sind geprägt durch forst- und landwirtschaftliche Nutzung und unterscheiden sich in ihrer Landschaftsstruktur und ihren klimatischen Bedingungen. Der überwiegende Teil jeder Experimentierfläche wird weiterhin normal bewirtschaftet. Um den Einfluss der Landnutzungsintensität auf die Biodiversität erkennen zu können, finden die Untersuchungen sowohl auf intensiv genutzten als auch auf wenig bis gar nicht genutzten Flächen statt.

In allen drei Gebieten wurden jeweils 100 Untersuchungsflächen eingerichtet, 50 in Waldbeständen und 50 auf Grünlandflächen, die als Weiden, Mähweiden und Wiesen bewirtschaftet werden.

Auf 300 Untersuchungsflächen erforschen insgesamt ca. 300 Mitarbeiter aus ca. 40 Städten und ca. 50 Institutionen in derzeit 36 Projekten Aspekte biologischer Vielfalt in Wald und Grünland. Erstmals werden Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen auf denselben Untersuchungsflächen zusammengeführt, um gemeinsame Fragestellungen zu erarbeiten. Hier arbeiten Zoologen, Botaniker, Mikrobiologen, Genetiker, Ökosystemforscher, Bodenkundler, Spezialisten für Fernerkundung, Forstwissenschaftler und Modellierer eng zusammen. Ihr Ziel ist es, ein möglichst vollständiges Bild über die funktionalen Zusammenhänge der biologischen Vielfalt zu erhalten und zukünftig auch Handlungsempfehlungen für den Erhalt der Biodiversität geben zu können.

Cornelia Otto-Albers
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news-551 Wed, 30 Sep 2020 11:51:28 +0000 Ausgezeichnete Umweltbildung im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/ausgezeichnete-umweltbildung-im-nationalpark-hainich.html „Thüringer Qualitätssiegel Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vom Nachhaltigkeitszentrum Thüringen überreicht

Martin Abramowski vom Nachhaltigkeitszentrum (NHZ) Thüringen überreichte am 29.09.2020 Rüdiger Biehl, stellvertretender Leiter des Nationalparks Hainich und Leiter des Sachgebietes Umweltbildung und Information, das „Thüringer Qualitätssiegel Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“.  Die Träger dieses Siegels bieten bemerkenswerte, anschauliche und aktivierende Lernmöglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung für Jung und Alt. Das Hauptziel von BNE ist nicht klassische Wissensvermittlung, sondern den Teilnehmenden Fähigkeiten zu vermitteln, die diese in die Lage versetzen, ihre Zukunft selbst nachhaltig zu gestalten.

„Der Nationalpark Hainich ist, neben seiner Naturschutzfunktion, auch außerschulischer Lernort. Wir fördern mit unseren Bildungsprogrammen, dass sich die Schüler mit ihren eigenen Haltungen und Werten beschäftigen und, im besten Fall, zu einem nachhaltigen Lebensstil finden“, sagt Rüdiger Biehl. Ob sie der Geschichte des Fagati lauschen und anschließend nach seinen Spuren suchen, auf Urwaldexpedition gehen oder das Ökosystem Wald genauer unter die Lupe nehmen, beim Nationalpark Hainich gibt es das passende Programm für Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen. Allen Programmen gemein ist, dass sie durch das Erleben und – im wahrsten Wortsinn - Begreifen von Wildnis eigene Erfahrungen kreieren, ein positives Naturbewusstsein und Wertschätzung schaffen und zum selber Denken anregen.

Hintergrund:

BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Spaß an der aktiven und engagierten Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft wecken, verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können und das Handeln in einer vernetzten und verknüpften Welt zu verstehen - dafür steht BNE. Das ist in unserer Zeit wichtiger denn je, denn unsere Gesellschaft steht vor einer großen Herausforderung. Wir verbrauchen mehr Ressourcen als unser Planet auf Dauer zur Verfügung hat. Diese Ressourcen und der daraus gewonnene Wohlstand sind ungleich verteilt. BNE will jeden Einzelnen miteinbeziehen in den Prozess hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft, bei der die Interessen Mensch, Umwelt und Wirtschaft gleichberechtigt sind. Dabei sind die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks des eigenen Handelns, die Erleichterung des Zugangs zu einer guten Lebensqualität für alle und die Beteiligung an gesellschaftlichen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zentral.

Integraler Bestandteil der im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele der nachhaltigen Entwicklung ist eine globale Bildungsagenda für die Jahre 2016 bis 2030, für die die UNESCO im UN-System federführend ist. Bildung für nachhaltige Entwicklung verankert diese Ziele in der Bildung. Sie dient dem Erwerb der Fähigkeit (Gestaltungskompetenz), aktiv und selbstbestimmt an ökologischen, sozialen und ökonomischen Prozessen zur nachhaltigen Entwicklung teilzuhaben.

Das Thüringer Qualitätssiegel BNE unterstützt die Qualitätsentwicklung, Sichtbarkeit und Wertschätzung von Angeboten der BNE. Es garantiert die hohe Qualität der Angebote und ermöglicht eine kontinuierliche Weiterbildung der zertifizierten Akteure. Insgesamt gibt es 13 Träger des Qualitätssiegels. Weitere Infos unter: www.nhz-th.de

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-550 Wed, 23 Sep 2020 13:39:25 +0000 Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/commerzbank-umweltpraktikum-im-nationalpark-hainich-5.html Umweltbildung unter Corona-Bedingungen nimmt wieder Fahrt auf

Dieses Jahr war alles anders: Neben vielem anderen hat die Corona-Pandemie auch die Umweltbildungsarbeit des Nationalparks Hainich zum Erliegen gebracht. Im Frühjahr und Sommer fanden keinerlei Veranstaltungen statt, und die Arbeitsbedingungen in der Verwaltung waren stark reglementiert. Dadurch hat sich auch der sonst sommerliche Arbeitsbeginn der Commerzbank-Uumweltpraktikantinnen verschoben. Doch nun kann es losgehen! Darüber freut sich die Nationalparkverwaltung genauso wie Stefan Koch, als Marktbereichsleiter verantwortlich für die Commerzbank-Filialen in Mühlhausen und Heiligenstadt. Am 23. 9.traf er sich mit den beiden Umweltpraktikantinnen Judith Schollmeyer und Gesine Langlotz sowie Nationalparkleiter Manfred Großmann unter freiem Himmel im Nationalpark. Gemeinsam nutzten sie die Gelegenheit, in der ganz neu eröffneten Abenteuerwildnis "Im Reich des Fagati" am Baumkronenpfad nach diesem geheimnisvollen Waldwesen Ausschau zu halten.

"Seit mittlerweile über 20 Jahren ist der Nationalpark Projektpartner des Umweltpraktikums. Aufgrund dieser großen Kontinuität sind die Commerzbank-Umweltpraktikanten schon lange ein fester Bestandteil unseres Umweltbildungsteams und unverzichtbar für die erfolgreiche Umweltbildungsarbeit des Nationalparks Hainich", betont Manfred Großmann. "Die Commerzbank unterstützt die Studierenden mit einem Praktikantenentgelt und trägt die Unterkunftskosten für das dreimonatige Praktikum. Die Schutzgebiete übernehmen die fachliche Betreuung der Studierenden", erläutert Stefan Koch. "Ziel des Commerzbank-Umweltpraktikums ist die Sensibilisierung von Studierenden für nachhaltige Entwicklung und das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven im Natur- und Umweltschutz", so der Marktbereichsleiter.

Zum überwiegenden Teil sind Commerzbank-Umweltpraktikantinnen Studierende der Naturwissenschaften, die häufig bereits Erfahrungen in der Umweltbildung mitbringen. Von diesem Knowhow profitiert der Nationalpark in ganz besonderer Weise. So auch bei den derzeitigen Commerzbank-Umweltpraktikantinnen:

Im Rahmen des 5. Semesters ihres Studiums der ,,Forstwissenschaften und Waldökologie" in Göttingen freut sich Judith Schollmeyer über die Möglichkeit, 3 Monate Teil des Umweltbildungsteams der Nationalparkverwaltung zu sein. Unweit vom Hainich aufgewachsen, war der Nationalpark schon recht früh ein Begriff für sie. Der Gedanke, Gelerntes regional zu verknüpfen und den Nationalpark auch einmal abseits der schönen Wanderwege aus anderen Perspektiven zu betrachten, bewegte die 22-Jährige zu dem Praktikum im Hainich. An erster Stelle stehe dabei der Wunsch herauszufinden, mit welchen Methoden sie ein positives Naturverständnis ihrer Mitmenschen bestärken und Konflikte zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialen Anliegen lösen kann.

Gesine Langlotz ist auch seit Anfang September Commerzbank-Praktikantin. Sie studiert in einem der ersten Jahrgänge den Studiengang Umweltbildung am Bodensee. Bisher beschäftigte sich die 25-Jährige viel mit dem Thema Landwirtschaft und gibt Obstbaumschnittkurse für Erwachsene. In ihrem Praxissemester im Hainich möchte sie sich Bereichen unserer Landschaft widmen, in denen der Mensch "Natur Natur sein lässt" und wenig gestaltend eingreift. Außerdem möchte sie viele Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen in der Umweltbildung sammeln. "Dafür ist der Nationalpark Hainich genau der richtige Ort", sagt Gesine Langlotz.

Interessierte können sich jedes Jahr ab Oktober um einen der Plätze für das kommende Jahr bewerben. Die diesjährige Frist läuft bis Januar 2021. Bewerbungen für das Open-Air-Semester sind ausschließlich online unter www.umweltpraktikum.com möglich.

Cornelia Otto-Albers
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news-549 Thu, 27 Aug 2020 09:22:50 +0000 Nationalpark Hainich erhält von Ministerin Siegesmund Auszeichnung https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/nationalpark-hainich-erhaelt-von-ministerin-siegesmund-auszeichnung.html Schulklassenprogramm "5-Sinne-Erlebnisrallye" als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Die Schulklassenführung "5-Sinne-Erlebnisrallye" wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs "Soziale Natur - Natur für alle" ausgezeichnet. Die Würdigung nahm Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund am 26.08.2020 vor. Sie überreichte den "Vielfalts-Baum", die offizielle Trophäe der UN Dekade für Biologische Vielfalt, der symbolisch für die Naturvielfalt steht, an Lisa Mäder und Sophie Büchner vom Umweltbildungsteam der Nationalparkverwaltung. Lisa Mäder hat die "5-Sinne-Erlebnisrallye" entwickelt und Sophie Büchner ist Initiatorin der Bewerbung. Eine offizielle Urkunde gab es natürlich auch noch. Die Auszeichnung wird vorbildlichen Projekten verliehen, die mit ihren Aktivitäten auf die Chancen aufmerksam machen, die die Natur mit ihrer biologischen Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bietet.

Die 5-Sinne-Erlebnisrallye ist eines der Bildungsprogramme des Nationalparks. Diese gibt es zu zahlreichen Themen rund um die Natur und den Nationalpark. Sie sind dem Alter der Schülerinnen und Schüler angepasst und entsprechen den Lehrplan-Inhalten für die jeweiligen Klassenstufen. Die 5-Sinne-Erlebnisrallye richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klasse. Hier stehen die Sinneserfahrungen mit Nase, Ohren, Augen, Mund und den Händen im Vordergrund, weshalb sie auch besonders für Schülerinnen und Schüler mit Einschränkungen geeignet ist. Sie gehört zu den beliebten Programmen und wird entsprechend häufig gebucht.

"Im Zeitraum von Mai bis Oktober sind die Umweltbildungsmitarbeiter, Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres und Praktikanten fast täglich mit Schulklassen im Nationalpark Hainich unterwegs, um Schülerinnen und Schüler für das Weltnaturerbe Buchenwälder zu begeistern. Wir freuen uns sehr, dass unsere Bildungsarbeit durch die Auszeichnung der UN Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt wird.", sagt Lisa Mäder.

Hintergrund:
Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Natur ist eine wichtige Voraussetzung für deren Schutz. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit dem Sonderwettbewerb "Soziale Natur - Natur für alle" den Blick auf die Chancen, die die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet. Ausgezeichnet werden vorbildliche Projekte an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen, die zeigen, wie konkrete Maßnahmen praktisch aussehen. Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine unabhängige Fachjury, an der Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-548 Wed, 26 Aug 2020 11:22:08 +0000 Auszeichnung für den Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/auszeichnung-fuer-den-baumkronenpfad-im-nationalpark-hainich.html Erfolgsprojekt wird 15 Jahre alt

Zum 15. Geburtstag des Baumkronenpfades gab es eine besondere Auszeichnung: Er wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs "Soziale Natur - Natur für alle" ausgezeichnet. Die Würdigung nahm Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund vor und überreichte den "Vielfalts-Baum", die offizielle Trophäe der UN-Dekade, an Michael Zilling von der Betreibergesellschaft Kur und Tourismus Bad Langensalza. Die Auszeichnung wird vorbildlichen Projekten verliehen, die mit ihren Aktivitäten die Chancen von Natur mit ihrer biologischen Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt nutzen.

Dazu erklärt Umweltministerin Siegesmund: "Der Baumkronenpfad bekommt heute die Auszeichnung als Geburtstagsgeschenk - und er hat sie wirklich verdient. Denn die drei Themenfelder dieses Sonderwettbewerbes treffen auf den Baumkronenpfad voll und ganz zu: Ein Ort im Grünen, der Menschen und Natur zusammenbringt."

Der Baumkronenpfad wurde am 26. August 2005 eröffnet und zählte bis heute knapp 2,9 Millionen Besucher. Er hat die in ihn gesetzten Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Er hat für den Hainich ein besonderes Ausrufezeichen gesetzt und zweifellos die Region bekannter und anziehender gemacht. Der Baumkronenpfad ist aber kein rein touristisches Projekt, sondern dient auch der Forschung und der Umweltbildung. In der Umweltbildung ist er eingebettet in das Gesamtkonzept des Nationalparks, integriert in den Besucherschwerpunkt Thiemsburg mit Nationalparkzentrum, Ausstellung und Wurzelhöhle, und vermittelt auf seinen verschiedenen Stationen viel Wissenswertes rund um den Wald mit seinen Bäumen.

Anja Siegesmund bedankte sich bei allen Akteuren für die geleistete Arbeit, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft. Nationalparkleiter Manfred Großmann betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den Partnern Stadt Bad Langensalza, Betreibergesellschaft und Nationalparkverwaltung: "Uns ist allen klar, dass das Projekt nur erfolgreich sein kann, wenn alle Akteure an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen. Mit dem Baumkronenpfad hat die Welterberegion Wartburg Hainich vor 15 Jahren zweifellos eine besondere Attraktion erhalten, die es hier an der Thiemsburg mit hoher Qualität weiter zu entwickeln gilt."

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

Hintergrund:
Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Natur ist eine wichtige Voraussetzung für deren Schutz. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit dem Sonderwettbewerb "Soziale Natur - Natur für alle" den Blick auf die Chancen, die die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet. Ausgezeichnet werden vorbildliche Projekte an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen, die zeigen, wie konkrete Maßnahmen praktisch aussehen. Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine unabhängige Fachjury, an der Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind.

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news-545 Thu, 30 Jul 2020 12:33:04 +0000 „Welt-Ranger-Tag“ - Weltweit werden die Ranger geehrt https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/welt-ranger-tag-weltweit-werden-die-ranger-geehrt.html Ranger Sandra, Marcus und Axel aus dem Nationalpark Hainich erklären ihre Aufgaben hier und die ihrer Kollegen in anderen Teilen der Erde

Weltweit setzen sich Ranger und Rangerinnen tagtäglich mit hohem Engagement für den Schutz der biologischen Vielfalt und die Bewahrung unserer letzten Naturschätze in den Schutzgebieten der Erde ein. Sie verstehen sich in erster Linie als Mittler zwischen Mensch und Natur und stehen in ihren Schutzgebieten in Kontakt und Austausch mit Besuchern und Landnutzern, um etwaigen Konflikten aufklärend und vermittelnd vorzubeugen. Sie sind damit die Gesichter und Botschafter ihrer Schutzgebiete. Alljährlich am 31. Juli macht der World Ranger Day (deutsch: Welt-Ranger-Tag) auf diese wichtige Arbeit der Ranger aufmerksam und ruft zum Gedenken derjenigen Ranger auf, die während ihres Dienstes verletzt oder getötet wurden. Auch im Nationalpark Hainich sind Ranger im Einsatz, glücklicherweise mit relativ ungefährlichen Aufgaben.

"Film ab!" heißt es heute im Nationalpark Hainich: In vier kurzen Videos zeigen drei Ranger des Nationalparks Hainich im wahrsten Wortsinn Gesicht. Rangerin Sandra und Ranger Marcus erklären ihre vielfältigen Aufgaben von Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit über Pflege- und Reparaturarbeiten bis hin zur Mitwirkung bei wissenschaftlichen Monitoring-Programmen und dem Streifendienst. Ranger Axel hat als Weltenbummler bereits viele Schutzgebiete der Welt gesehen. Er berichtet von den letzten Exemplaren des Panzernashorns im Kaziranga-Nationalpark in Indien, deren Schutz gegen illegale Wilderer für die dort tätigen Ranger häufig lebensgefährlich wird. Die Videos sind sowohl auf der Internetseite des Nationalparks unter www.nationalpark-hainich.de zu sehen als auch auf dem facebook-Auftritt unter www.facebook.com/NLPHainich/

"In ihrem Einsatz für die Natur und im Kampf gegen illegale Wilderei von bedrohten und streng geschützten Tierarten sowie gegen illegale Rodungen der letzten weitgehend unberührten Urwälder verlieren jährlich weit über 100 Ranger und Rangerinnen ihr Leben, auch in Europa. Laut Statistiken des Ranger-Weltverbandes und der Stiftung The Thin Green Line, die u.a. mit Hilfe gesammelter Spenden finanzielle Unterstützung für die Hinterbliebenen der im Dienst getöteten Ranger bietet, wurden zwischen 2010 und 2019 weltweit insgesamt über 1.000 Ranger im Dienst für den Naturschutz getötet", so Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Der "Welt-Ranger-Tag" wurde 2007vom Ranger-Weltverband "International Ranger Federation" ins Leben gerufen und wird von der Stiftung "The Thin Green Line Foundation" und anderen Organisationen unterstützt. The "Thin Green Line Foundation" ist eine Stiftung, die den Familien getöteter Ranger Hilfe gibt und sich für die Arbeit der Ranger weltweit einsetzt. In jedem Jahr wird ein "Role of Honor", eine Liste mit den Namen der getöteten Ranger, erstellt, um ihren Einsatz für Mensch und Natur unvergessen zu machen und ihnen ein erinnerndes Denkmal zu setzen als Zeichen der weltweiten Solidarität an der Seite der Ranger.

Cornelia Otto-Albers
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news-544 Tue, 30 Jun 2020 14:21:12 +0000 Neue Sonderausstellung „Glanzlichter 2019“ im Nationalparkzentrum Thiemsburg zu sehen https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/neue-sonderausstellung-glanzlichter-2019-im-nationalparkzentrum-thiemsburg-zu-sehen.html Preisgekrönte Naturfotografien aus aller Welt

Der größte deutsche Naturfoto-Wettbewerb "Glanzlichter" widmet seit mehr als 20 Jahren einer exklusiven Auswahl von Naturfotos eine ganz besondere Ausstellung. Vom 1. Juli bis zum 30. September 2020 ist sie auch in diesem Jahr im Sonderausstellungsraum des wieder geöffneten Nationalparkzentrums an der Thiemsburg zu sehen. Die Wanderausstellung "Glanzlichter 2019 - Preisgekrönte Naturfotografien aus aller Welt" zeigt 92 Einzelbilder in neun verschiedenen Kategorien von malerischen Landschaftsbildern bis hin zu exotischen Säugetier-Arten. Als neue Kategorie kamen in diesem Jahr Bilder, die mit Hilfe einer Drohne aufgenommen wurden, hinzu.

Das Gewinnerbild der "Glanzlichter 2019" der Fotografin Michaela Walch aus Österreich trägt den Titel "David und Goliath". Aufgenommen in Slowenien zeigt es die Begegnung zweier Tiere, die kaum gegensätzlicher sein könnten: Eine Kohlmeise und ein Braunbär! Die Jury hierzu: " Die Fotografin hat mit dem Einfangen dieser Situation etwas Besonderes geschaffen, sie gibt dem Betrachter das Gefühl, hautnah dabei zu sein, ohne zu stören. Es ist eine Situation, die man nicht planen kann, die sich nur durch Geduld und Glück einfangen lässt."

Der "All Over Winner" wie auch die Gewinnerbilder der einzelnen Kategorien wurden aus fast 19.000 Bildeinsendungen aus 40 Ländern ausgewählt. "Jedes Jahr sind wir stolz darauf, dass es wieder viele neue Wettbewerbsteilnehmer gibt", sagt Initiatorin, Jury-Mitglied und Naturfotografin Mara Fuhrmann und meint weiter: "Gibt es etwas Besseres, als mit Bildern Emotionen zu wecken, nachdenklich zu machen und für den Schutz unserer Erde zu werben? Und letztendlich auch für unser Überleben - denn nur im Einklang mit der Natur werden wir eine lebenswerte Zukunft haben."

Als Besonderheit prämiert der Wettbewerb auch den "Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2019": Mit dem Bild "Familie" gelang dem 17-jährigen Riccardo Marchegiani aus Italien eine wundervolle Aufnahme von Orang-Utans auf Borneo.

Die Sonderausstellung wird bis zum 30. September 2020 im Nationalparkzentrum an der Thiemsburg zu sehen sein (täglich von 10.00 - 19.00 Uhr geöffnet); sie ist im Rahmen des Besuchs des Baumkronenpfades bzw. der Dauerausstellung kostenlos.

Cornelia Otto-Albers
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news-543 Mon, 29 Jun 2020 08:51:45 +0000 Baumfrevel im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/baumfrevel-im-nationalpark-hainich.html Unbekannte zersägen Baumstämme im Welterbe-Gebiet

Ziemlich erschüttert mussten Ranger des Nationalparks feststellen, dass in der vorletzten Woche Unbekannte mit einer Motorsäge rund 30 Baumstämme auf dem Wanderweg "Craulaer Kreuz" zerlegt haben. Bei jedem Stamm wurde ein etwa ein Meter langes Stück herausgeschnitten. Laut Nationalparkgesetz können solche illegalen Aktionen mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Für Hinweise auf die Täter ist die Nationalparkverwaltung dankbar.

Die Tat betrifft einen ca. 2,5 km langen Wanderwegeabschnitt zwischen dem Craulaer Kreuz und dem Langen Tal, ein besonders schöner und naturnaher Abschnitt, der sogar im UNESCO-Welterbe liegt. In den letzten 20 Jahren sind hier immer wieder natürlicherweise Bäume umgefallen, sei es durch Sturm, Schneebruch oder Pilzbefall. Fällt ein Baum auf einen Wanderweg, entscheiden die Ranger vor Ort, was zu tun ist, um den Wanderweg weiter begehbar zu halten. Getreu dem Motto "Natur Natur sein lassen" wird versucht, möglichst gering einzugreifen. Das bedeutet, dass bei reinen Wanderpfaden auch mal ein auf dem Boden aufliegender Stamm liegenbleibt. Bei dickeren Stämmen oder auf dem Weg liegenden mächtigen Kronen wird entweder mit der Seilwinde der Weg freigemacht oder der Wegeverlauf wird angepasst und ein neuer Weg schlängelt sich um das Hindernis herum. Dadurch wird dem Besucher die Dynamik in einem solchen Wald und der Vorrang der Natur verdeutlicht sowie das Naturerlebnis gesteigert, ohne dass der Weg unpassierbar wäre. Für barrierefreie Wege - aktuell sind es vier im Nationalpark -, Rad- und Kutschwege gelten andere Anforderungen. Hier werden die Stämme zur Seite gezogen.

Im konkreten Fall hat sich der Wegeabschnitt im Langen Tal durch die Dynamik und liegende Stämme von einer schnurgeraden, gleichförmigen Forststraße zu einem abwechslungsreichen Wanderpfad entwickelt. Offensichtlich hat dies aber einigen Personen nicht gepasst, weshalb zur Säge gegriffen wurde. Im Verdacht stehen Radfahrer, die durch diese Aktion sich den Weg freigeschnitten haben, nach dem Motto "Freie Fahrt für freie Radfahrer". Für den Radfahrer sind die Stämme in der Tat Hindernisse, aber: Dieser Wegeabschnitt ist gar nicht für den Radfahrer freigegeben, sondern wird illegal genutzt. Wäre es ein Radwanderweg, wären die Stämme bereits von der Nationalparkverwaltung behutsam zur Seite gezogen worden.

"Ich bin entsetzt über dieses rücksichtslose Vorgehen. Leider nehmen Egoismus und Unvernunft zu. Es gibt hier offensichtlich Menschen, denen die Verbote im Nationalpark egal sind, die einfach ihre Eigeninteressen durchsetzen wollen und auch noch meinen, dass dies im Sinne der Allgemeinheit wäre. Ein Verständnis für die Ziele des Nationalparks, eine Rücksichtnahme auf die ungestörte Entwicklung kann ich leider nicht erkennen. Hier scheint der Nationalpark einfach ein Freizeitpark zu sein, wo man ohne Regeln seinen Egointeressen frönen kann", so Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Die Nationalparkverwaltung appelliert an Einsicht und Vernunft, um weiteren Schaden von der Natur im Nationalpark abzuhalten und nicht den Besuchern den erwarteten Naturgenuss durch den Anblick zersägter Stämme zu trüben. So haben sich Besucher schon gewundert, warum hier mit der Säge Stämme, die absolut kein Hindernis für einen Wanderer darstellten, von den Rangern zerschnitten worden seien. Auch Sören Marotz hatte sich während seines Urlaubs in Craula gefragt, warum hier jemand mit der Kettensäge eine Art Wander-Autobahn in den Hainich geschnitten hat: "Hier ist die jahrelange tolle Arbeit des Nationalpark-Teams auf einen Schlag entwertet worden!" meinte der Geograph aus Berlin dazu. Sein Foto von dem "Kettensägemassaker", wie er es im Gespräch mit Manfred Großmann nannte, hat er dem Nationalparkleiter gleich zur Verfügung gestellt.

Bäume, die z.B. nach Stürmen tatsächlich die Passierbarkeit von Wegen in Frage stellen und von den Rangern noch nicht entdeckt worden sind - was bei einem über 100 km langen Wanderwegenetz durchaus vorkommen kann -, können jederzeit per Anruf (0361/57 391 4000) oder über ein einfaches Meldeformular auf der Internetseite der Nationalparkverwaltung unter dem Menüpunkt "Service" mitgeteilt werden.

Cornelia Otto-Albers
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news-542 Thu, 25 Jun 2020 12:00:39 +0000 Gemeinsame Pressemitteilung von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz und Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/gemeinsame-pressemitteilung-von-thueringer-ministerium-fuer-umwelt-energie-und-naturschutz-und-nation.html Umweltministerin Siegesmund eröffnet 20. Rundwanderweg im Nationalpark Hainich:

"Waldpromenade" am Nationalparkzentrum Thiemsburg lädt barrierefrei zum Naturerleben ein

Umweltministerin Anja Siegesmund hat heute mit Nationalparkleiter Manfred Grossmann, Bad Langensalzas Bürgermeister Matthias Reinz und dem Ideengeber der neuen Attraktion, Prof. Peter Neumann, den 20. Rundwanderweg im Nationalpark Hainich, eröffnet - die neue "Waldpromenade".

"Urlaub in Deutschland wird in diesem Jahr eine deutlich größere Bedeutung haben. Es zieht viele Menschen in unsere schönsten Landschaften - wie unseren Nationalpark Hainich, der ab heute eine weitere Attraktion hat. Die Waldpromenade bietet Orte zum Entdecken und Staunen, aber auch zum Entspannen. Ich freue mich besonders, dass der neue Weg barrierefrei gestaltet ist. Naturerleben muss für alle möglich sein - für ganz Junge und Alte, aber gerade auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen", so Umweltministerin Siegesmund.

Nationalparkleiter Manfred Großmann ergänzte: "Ich bin mir ganz sicher, dass dieser kleine, aber feine Rundwanderweg unseren Nationalpark bereichert und unsere Besucherinnen und Besucher begeistern wird. Mit seinem urwaldartigen Waldbestand, den wassergefüllten Senken, Märzenbecherteppichen, zahlreichen umgestürzten Bäumen, großen Wurzeltellern und dicken, alten Buchen ist er zu jeder Jahreszeit reizvoll. Seine spezielle Gestaltung mit einer Kombination aus Holz und Stahl machen ihn zu etwas Besonderem im Nationalpark."

Die "Waldpromenade" befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Nationalparkzentrum Thiemsburg. Der barrierefreie und mit 1,2 km recht kurz gehaltene Weg schlängelt sich durch den Wald und bietet mehrere Ruheinseln wie die "WaldBar", die "WaldWonne" oder das "WaldKonzert". Das Nationalparkzentrum ist gemeinsam mit dem Baumkronenpfad und der Wurzelhöhle der erste Anlaufpunkt für die meisten Besucherinnen und Besucher des Nationalparks - ab Herbst auch dem Abenteuerspielplatz "Im Reich des Fagati".

Die Eröffnung der "Waldpromenade" findet genau am 9. Jahrestag der Einschreibung des Nationalparks Hainich in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes statt. Jährlich kommen etwa 150.000 Menschen hierher. Die leichte Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist dabei ebenso wichtig wie die Fern-, Rund- und Radwege, die hier entlangführen. Was bisher fehlte, war ein barrierefreier, kurzer Wanderweg, der sowohl für Menschen mit Einschränkungen und ältere Menschen als auch junge Familien gleichermaßen attraktiv ist. Diese Lücke schließt nun die "Waldpromenade".

Cornelia Otto-Albers
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news-541 Wed, 17 Jun 2020 11:15:03 +0000 Ab 1. Juli wieder Führungen im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/ab-1-juli-wieder-fuehrungen-im-nationalpark-hainich.html Veranstaltungen aus dem MITMACHEN-Programm und Rangerwanderungen im Angebot

Nach wochenlanger Corona - Pause werden ab 1. Juli 2020 die Veranstaltungen aus dem MITMACHEN-Programm und die beliebten Rangerwanderungen wieder angeboten. Die Wanderungen mit dem Ranger finden immer mittwochs und samstags statt. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Nationalparkzentrum Thiemsburg. Nähere Informationen zum MITMACHEN-Programm gibt es unter Aktuelles auf www.nationalpark-hainich.de.

"Ich freue mich sehr, dass wir schrittweise und verantwortungsbewusst wieder zur Normalität zurückfinden. Einige Besonderheiten sind zu beachten: Vor den Führungen werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie mittlerweile vielerorts aufgefordert, ihre Namen und Telefonnummern in eine Liste einzutragen. Damit wird gewährleistet, dass im Falle des Falles mögliche Infektionsketten nachvollzogen werden können. Natürlich sollen auch weiterhin Abstand gewahrt und die allgemeinen Hygieneregeln beachtet werden", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Die Nationalparkinformationen in Kammerforst und am Harsberg wie auch die Infostelle und die Ausstellungen im Nationalparkzentrum bleiben weiterhin geschlossen.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-540 Thu, 30 Apr 2020 14:07:08 +0000 Der Bärlauch steht im Nationalpark Hainich in voller Blüte https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/der-baerlauch-steht-im-nationalpark-hainich-in-voller-bluete-1.html Weiße Blütenteppiche und saftiges, frisches Grün trotz Trockenheit

Endlich ist es soweit - der Bärlauch steht im Nationalpark Hainich derzeit in voller Blüte und erfüllt den Wald mit einem feinen Knoblauchduft. Auf dieses Schauspiel der Natur warten jedes Jahr zahlreiche Hainich-Fans in nah und fern. Verständlich, denn auf den Muschelkalkböden des Hainich gedeiht dieses einheimische Lauchgewächs prächtig und zaubert einen weißbedeckten Boden in den nun leuchtend grünen Wald.

"Nachdem die Bärlauchblüte im vergangenen Jahr trockenheitsbedingt komplett ausblieb, freuen wir uns über die weißen Blütenteppiche in diesem Jahr ganz besonders. Vermutlich hat ihm der feuchte Jahresbeginn gut getan. Aufgrund des warmen Aprils ist der Bärlauch 2020 allerdings recht früh dran", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann. Das Schauspiel wird 10 bis 14 Tage zu bestaunen sein. Danach fallen die Blüten in sich zusammen und die grünen Blätter verfärben sich gelb. Am Waldboden wird es in den kommenden Monaten dunkler, denn das Kronendach der Buchen schließt sich. Nach dem Bärlauch ist der Auftritt der Frühblüher für dieses Jahr vorbei.

Eine Wanderung durch den Nationalpark lohnt sich in den nächsten Tagen also ganz besonders – coronabedingt natürlich mit dem gebührenden Abstand. An den Wanderwegen Craulaer Kreuz, Bummelkuppenweg, Saugraben oder am Naturpfad Thiemsburg wächst der Bärlauch besonders üppig. Verbinden kann man eine Wanderung mit einem Besuch im Wildkatzendorf Hütscheroda oder auf dem Baumkronenpfad, die ab sofort wieder geöffnet haben. 

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-539 Thu, 23 Apr 2020 07:35:21 +0000 Frühling im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/fruehling-im-nationalpark-hainich.html Die vielleicht schönste Hainich-Jahreszeit hat begonnen

 

Eine wunderschön bunte Vielfalt an Frühblühern ist momentan im Nationalpark zu erleben. Der violett und weiß blühende Hohle Lerchensporn, das Gelbe Windröschen, das blaue Waldveilchen, das Leberblümchen und das weiße Buschwindröschen zaubern bunte Farbtupfen auf den Waldboden. Die zarten Blätter der Buchen, welche sich hie und da bereits entfalten, lassen noch viel Sonnenlicht auf den Waldboden. Viele Hainichfans empfinden ihren Nationalpark zu dieser Zeit am schönsten.

"Ein Ausflug in den Nationalpark ist immer traumhaft - und derzeit für die Erholung und Gesundheit ganz besonders wichtig. Ein Genuss für alle Sinne ist es, wenn die Sonne durch das zarte Buchenlaub scheint, die Vögel zwitschern und die bunten Frühblüherteppiche leuchten und duften", schwärmt Nationalparkleiter Manfred Großmann. Gerade in der aktuellen Situation bieten die vielfältigen Wanderwege reichlich Gelegenheit - und ausreichend Abstand zu anderen Wanderern - für erholsame Ausflüge zu zweit oder mit der Familie.

Auf den nährstoff- und basenreichen Böden des Hainich gedeihen besonders reiche Bestände an Frühblühern. Im Frühjahr, wenn das Licht noch ungehindert den Waldboden erreichen kann, haben die Frühblüher ihre Blütezeit. Nur wenige Wochen stehen ihnen für die Entfaltung ihrer Blätter und Blüten, für die Befruchtung und Samenreife zur Verfügung. Ab Juni wird es dunkel am Waldboden. Dann haben die Buchen ihr Kronendach geschlossen.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-537 Mon, 30 Mar 2020 15:32:33 +0000 Rundwanderweg Sulzrieden mit neuem Verlauf https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/rundwanderweg-sulzrieden-mit-neuem-verlauf.html Ziel: Mehr Ruhe für die Welterbefläche

Der Rundwanderweg Sulzrieden liegt auf der Westseite des Nationalparks. Er startet beim Wanderparkplatz Mallinde bei Berka v.d. Hainich und führt über die sagenumwobene Silberbornlinde und die Wüstung Sulzrieden hinein in die UNESCO-Welterbefläche. Die Erfahrungen der vergangenen zwanzig Jahre zeigen, dass dieser Wanderweg relativ gering frequentiert wird und durch seine Steilheit auch schwer zu begehen ist. Ohne dem Besucher den Naturgenuss zu schmälern kann eine Teilstrecke dieses Wanderweges verlegt werden und damit noch mehr Ruhe in die Welterbefläche im Hainich eingebracht werden. Hinzu kommt, dass gerade bei diesem rückzubauenden Wegeabschnitt rund um den sogenannten Burgberg eine deutlich erhöhte Gefährdung von den dort flächig absterbenden alten Buchen ausgeht.

" Ich bin froh, dass wir mit der Verlegung des Wanderweges eine gute Lösung für zwei Probleme finden konnten. Natürlich bleibt auch weiterhin die Verbindung der Wanderparkplätze Mallinde und Craulaer Kreuz über das Lange Tal bestehen", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Trockenheit, hohe Temperaturen und permanente Sonneneinstrahlung der vergangenen zwei Jahre brachten die Rotbuchen insbesondere auf den südwestexponierten und flachgründigen Standorten der Westseite an ihre Grenzen. Das betrifft auch den Bereich um den Burgberg. Da der Klimawandel hier sehr augenscheinlich ist, sollen perspektivisch Infotafeln den Rundwanderweg Sulzrieden ergänzen.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-534 Tue, 17 Mar 2020 12:37:42 +0000 Vorerst keine geführten Wanderungen im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/vorerst-keine-gefuehrten-wanderungen-im-nationalpark-hainich.html Absage sämtlichen Publikumsverkehrs soll Covid 19-Pandemie eindämmen

Aufgrund der aktuellen Lage hat die Nationalparkverwaltung Hainich beschlossen, ab sofort und zunächst bis 17. April sämtlichen Publikumsverkehr einzustellen. Dazu zählen Rangertouren, geführte Wanderungen, Aktivitäten der Juniorranger und Patenwaldschulen. Ebenso finden die Veranstaltungen des MITMACHEN-Programmes bis Mitte April nicht statt. Selbstverständlich sind ebenfalls alle umweltpädogogischen Veranstaltungen mit Schulklassen ausgesetzt, die Umweltbildungsstation bleibt geschlossen. Die Nationalparkinformationen in Kammerforst und auf dem Harsberg bleiben geschlossen, desgleichen das Nationalparkzentrum an der Thiemsburg, der Baumkronenpfad und das Wildkatzendorf Hütscheroda. Die Nationalparkverwaltung hofft, mit diesen Maßnahmen einen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus zu leisten.

"Bei aller Schwierigkeit dieser Situation gibt es eine gute Nachricht: Wer das frühlingshafte Wetter in Thüringens Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe genießen möchte, hat dazu ausgiebig Gelegenheit: 19 Rundwanderwege stehen zur Verfügung. Der Wald zeigt derzeit eine seiner schönsten Seiten. Vielerorts blühen die Frühblüher, die Knospen der Sträucher und Bäume treiben aus und die Vögel zwitschern ihre Lieder. Nutzen Sie diese Kraft, die die Natur uns gibt!", rät Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Cornelia Otto-Albers
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news-533 Wed, 11 Mar 2020 13:58:08 +0000 Ab dem Sommer lädt die Waldpromenade zum Flanieren ein https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/ab-dem-sommer-laedt-die-waldpromenade-zum-flanieren-ein.html Neuer, barrierefreier Rundwanderweg am Nationalparkzentrum an der Thiemsburg im Bau

Seit September 2019 wird am Nationalparkzentrum an der Thiemsburg fleißig gebaut. Direkt an der Straße entsteht ein Kinderspielplatz der Extraklasse. Doch weiter hinten, ganz verborgen im Wald, befindet sich eine weitere Baustelle. Ein neuer, barrierefreier und mit 1,2 km recht kurz gehaltener Rundwanderweg schlängelt sich reizvoll zum Teil auf Holzstegen durch den Wald. Mehrere Ruheinseln wie die WaldBar oder die WaldWonne und wenige Aktionselemente wie das WaldKonzert laden zum Verweilen, Ausruhen und Lauschen ein. Die Eröffnung der Waldpromenade ist Ende Juni geplant.

Das Nationalparkzentrum ist gemeinsam mit dem Baumkronenpfad der erste Anlaufpunkt für die meisten Besucherinnen und Besucher des Nationalparks. Jährlich kommen etwa 150.000 Menschen hierher. Die leichte Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist dabei ebenso wichtig wie die Fern-, Rund- und Radwege, die hier entlangführen. Was bisher fehlte war ein barrierefreier, kurzer Wanderweg, der sowohl für Menschen mit Einschränkungen und ältere Menschen als auch junge Familien gleichermaßen attraktiv ist. Die Idee einer Waldpromenade entstand, die im wahrsten Wortsinn zum Lustwandeln einlädt und eine hohe Flanierqualität aufweist.

"Ich bin mir ganz sicher, dass dieser kleine, aber feine Rundwanderweg unsere Besucher begeistern wird. Mit seinem urwaldartigen Waldbestand, den wassergefüllten Senken, Märzenbecherteppichen, zahlreichen umgestürzten Bäumen, großen Wurzeltellern und dicken, alten Buchen ist er zu jeder Jahreszeit reizvoll. Seine spezielle Gestaltung mit einer Kombination aus Holz und Stahl machen ihn zu etwas Besonderem im Nationalpark", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Cornelia Otto-Albers
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news-532 Tue, 03 Mar 2020 14:15:55 +0000 Nationalpark Hainich unterzeichnet bei Initiative „Einfach jetzt machen“ https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/nationalpark-hainich-unterzeichnet-bei-initiative-einfach-jetzt-machen.html Selbstverpflichtung zu mehr Klimaschutz im Rahmen verwaltungsinterner Aktivitäten

Mit der Unterzeichnung der Initiative des Bergwaldprojektes e.V. "Einfach jetzt machen" verpflichtet sich die Nationalparkverwaltung Hainich zusammen mit vielen anderen Organisationen und Unternehmen zu aktivem Klimaschutz. Dazu gehört beispielsweise, den Strombedarf zu 100 % mit Ökostrom zu decken oder bei Veranstaltungen nur noch biologisch, saisonal und regional bzw. fair produzierte Lebensmittel zu nutzen.

"Mit der Unterzeichnung wollen wir ein klares Zeichen setzen. Die Politik tut sich nach wie vor sehr schwer, den dringend notwendigen Klimaschutz durchzusetzen. Deshalb sind alle gesellschaftlichen Akteure aufgefordert, ab sofort selbst zum Schutz heutiger und zukünftiger Generationen wirkungsvoll zu handeln: Jeder kann etwas tun, fangen wir jetzt an!", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Dass der Klimawandel auch vor der Haustür der Nationalparks angekommen ist, wurde im Frühsommer 2019 deutlich. Trockenheit, hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung setzten den Bäumen teils stark zu. Insbesondere ältere Buchen wiesen in Teilbereichen des Nationalparks nur sehr spärlich belaubte Kronen auf. Einige dieser Buchen starben im Laufe des Sommers ab.

Mehr Informationen zur Initiative unter www.einfach-jetzt-machen.de.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-531 Thu, 27 Feb 2020 08:11:47 +0000 Märzenbecher eröffnen im Nationalpark Hainich den Reigen der Frühblüher https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/maerzenbecher-eroeffnen-im-nationalpark-hainich-den-reigen-der-fruehblueher.html Beim Waldspaziergang Gefahren durch herunterfallende Äste nicht unterschätzen

Etwa drei Wochen früher als in den vergangenen Jahren stehen derzeit im Nationalpark Hainich die Märzenbecher in voller Blüte. Nicht ohne Grund werden diese eleganten Pflanzen auch Märzglöckchen genannt. Sie läuten den Frühling ein und eröffnen damit den Reigen der Frühblüher. Insofern ist ein Spaziergang beispielsweise auf dem Naturpfad Thiemsburg entlang des Steingrabens derzeit besonders lohnenswert. Aufgrund der zahlreichen Stürme in den vergangenen Wochen ruft die Nationalparkverwaltung allerdings zu besonderer Vorsicht auf.

"Auch wenn die frühe Blüte wahrscheinlich ein Zeichen des fortschreitenden Klimawandels ist, zeigt sich der Anblick der weiß leuchtenden Märzenbecher als Genuss für alle Sinne. Lassen Sie allerdings auch Vorsicht walten und achten Sie auf abgestorbene und herabhängende Äste oder schräg stehende Bäume! Auch an windstillen Tagen können diese jederzeit zu Boden stürzen. Bei starkem Wind oder gar Sturm verbietet der gesunde Menschenverstand einen Besuch im Wald", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Wie in allen deutschen Nationalparks gilt auch im Nationalpark Hainich das Motto "Natur Natur sein lassen". Sogenannte waldtypische, sich aus der Natur ergebende Gefahren werden hier grundsätzlich nicht beseitigt. Absterbende und abgestorbene Bäume werden weder gefällt noch umgezogen, sondern stürzen auf natürliche Weise zusammen und verbleiben dann als ökologisch wertvolles Totholz im Wald.

Cornelia Otto-Albers
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news-530 Tue, 25 Feb 2020 09:21:05 +0000 Wildniscamp im Nationalpark Hainich – Anmeldungen ab sofort möglich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/wildniscamp-im-nationalpark-hainich-anmeldungen-ab-sofort-moeglich-2.html Abenteuer, Wildnis und ganz viel Natur für Kinder ab sechs Jahren

Drei Tage und zwei Nächte unter freiem Himmel verbringen, die Wildnis im "Urwald mitten in Deutschland" erleben, gemeinsam einen Unterschlupf für die Nacht mit Blick auf den Sternenhimmel einrichten, den Wald erkunden, Essen kochen und bei einer Nachtwanderung die Orientierung im Dunkeln üben - das erwartet Kinder und Jugendliche von 6 bis 15 Jahren beim "Wildniscamp 2020". Noch gibt es dafür freie Plätze. Anmeldungen sind ab sofort möglich!

Eltern können ihre Kinder bei der Nationalparkverwaltung unter Nationalpark.Hainich(at)NNL.thueringen.de, Betreff "Wildniscamp" anmelden. Es werden drei Camps angeboten:

→ Wildniscamp I, vom 05.08. - 07.08.2020 (10-15 Jahre)

→ Wildniscamp II, vom 17.08. - 19.08.2020 (6-10 Jahre)

→ Wildniscamp III, vom 20.08. - 22.08.2020 (10-15 Jahre)

Die Teilnahmegebühr beträgt 90 Euro pro Teilnehmer. Das Camp findet ab einer Mindestteilnehmerzahl von je 6 Personen statt, maximal können jeweils 15 Personen teilnehmen. Die Teilnehmer werden nach der Reihenfolge der Anmeldung in der Nationalparkverwaltung berücksichtigt.

Cornelia Otto-Albers
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news-529 Thu, 20 Feb 2020 14:24:43 +0000 Inventur von Rothirsch und Co. in den deutschen Nationalparks https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/inventur-von-rothirsch-und-co-in-den-deutschen-nationalparks.html Gemeinsames Wildtiermonitoring - Bereits 200.000 Fotofallenbilder

Wie viele Huftiere streifen in den deutschen Nationalparks umher? Und welchen Einfluss haben die Tiere auf die natürliche Waldentwicklung? Um diese Fragen zu beantworten, arbeiten die deutschen Großschutzgebiete momentan gemeinsam an einem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) finanzierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Auch der Nationalpark Hainich ist dabei. Im Rahmen eines Projektworkshops kamen Vertreter deutscher Nationalparke sowie knapp 20 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen im nordhessischen Bad Wildungen, am Rande des Nationalparks Kellerwald-Edersee, zusammen, um über den aktuellen Stand des Projektes zu diskutieren.

Bereits beim Auftaktworkshop des Mammutprojektes im Frühjahr 2019 hatten sich die Nationalparks auf die Durchführung eines einheitlichen Populationsmonitorings mit Hilfe von Fotofallen - also automatischen Wildtierkameras - geeinigt und dafür einen einjährigen Probelauf beschlossen. "Seit Oktober 2019 sind bundesweit insgesamt 643 Fotofallen in zehn Großschutzgebieten im Einsatz", erklärt Dr. Christian Fiderer, Projektkoordinator an der Universität Freiburg. "Allein in den ersten beiden Monaten des Testlaufs sind bereits weit mehr als 200.000 Fotofallenbilder bei uns eingegangen, die es jetzt wissenschaftlich auszuwerten gilt." Im Nationalpark Hainich wurden 69 Fotofallen aufgestellt, die bisher, d.h. in der Zeit von Oktober 2019 bis Februar 2020, ca. 80.000 Fotos aufgenommen haben.

"Ziel des Projekts ist es, Zusammenhänge zwischen der Populationsgröße einzelner Huftierarten und deren Wirkung auf das Ökosystem zu erforschen sowie ein langfristiges Wildtiermonitoring in den Nationalparks zu etablieren", erklärt PD. Dr. Marco Heurich, wissenschaftlicher Leiter des Projekts und Abteilungsleiter des Nationalparks Bayerischer Wald. "Nur so kann letztendlich ein sinnvolles und nachhaltiges Management der Huftierbestände in den Nationalparks erfolgen." Bei Huftieren handelt es sich dabei um folgende Arten: Rothirsch, Damhirsch, Reh, Wildschwein, Gämse und Mufflon

Erstmals nationalparkübergreifender Ansatz mit standardisiertem Testlauf

Zusammen mit den Ergebnissen des Wildwirkungsmonitorings, welches im März dieses Jahres startet und u.a. die Aufnahme des Verbisses von jungen Bäumen beinhaltet, sollen die Auswertungen der Fotofallenbilder wichtige Informationen zum Einfluss der Huftiere auf die Waldentwicklung in den Nationalparks liefern. Doch damit nicht genug: An den aktuellen Probebetrieben nehmen neben dem Nationalpark Bayerischer Wald auch die Nationalparks Berchtesgaden, Schwarzwald, Hainich, Kellerwald-Edersee, Hunsrück-Hochwald, Eifel, Harz und Müritz sowie das Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide teil. "In diesem Umfang stellt das Projekt somit zumindest in Europa ein bislang einzigartiges Unterfangen dar", so Fiderer. "Bisher unterschieden sich die beim Wildtiermonitoring eingesetzten Methoden in den einzelnen Nationalparks zum Teil sehr, so dass sich Erkenntnisse über Wildtier-Umwelt-Beziehungen in der Regel lokal auf einzelne Schutzgebiete beschränkten." Die Teilnahme fast aller terrestrischen Nationalparks Deutschlands an einem streng standardisierten Testlauf erlaubt es nun erstmalig, diese Wechselbeziehungen in einem größeren Kontext nationalparkübergreifend und somit auch in Abhängigkeit zu verschiedenen Waldökosystemen zu untersuchen.

Cornelia Otto-Albers
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news-528 Thu, 30 Jan 2020 14:19:10 +0000 Neue Führung „Klimawandel vor der Haustür“ im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/neue-fuehrung-klimawandel-vor-der-haustuer-im-nationalpark-hainich.html Angebot für Schulklassen ab sofort buchbar

Ab Mai 2020 bietet die Nationalparkverwaltung Hainich eine neue Führung zum Thema Klimawandel an. Im Rahmen ihrer Programme für Schulklassen richtet sie sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler der neunten bis zwölften Klassen. Durchgeführt wird sie vom Umweltbildungsteam des Nationalparks. Wie bei allen Führungen des Nationalparks ist die Teilnahme kostenlos.

"Geringe Niederschläge, längere Trockenperioden, höhere Temperaturen, viele heiße Tage und die starke Sonneneinstrahlung der beiden letzten Jahre haben den Bäumen stark zugesetzt. Es sind bisher nur wenige Prozent der Waldfläche des Nationalparks, die starke Blattverluste bis hin zum Totalausfall gerade bei älteren Buchen aufweisen. Dennoch ist der Klimawandel nun auch im Nationalpark sichtbar angekommen", sagt der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl. Diese Veränderungen werden den Schülerinnen und Schüler während der etwa vierstündigen Führung gezeigt und dabei viele Fragen rund um den Klimawandel beantwortet, z.B.: Was ist der Unterschied zwischen Klima und Wetter? Warum wandelt sich das Klima? Welchen Einfluss hat der Wald auf das Klima? Wie kann ich durch mein eigenes Verhalten zum Schutz des Klimas beitragen?

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können diese Führung ab sofort buchen. Ansprechpartnerin in der Nationalparkverwaltung Hainich ist Sophie Büchner (Sophie.Buechner@nnl.thueringen.de, Tel.: 0361/57 3914 024).

Cornelia Otto-Albers
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